Dresden massiv von Brandanschlägen auf Bahn betroffen

Die Züge im Dresdner Hauptbahnhof stehen still

Nach Angaben der Bahn müssen Reisende und Pendler auf vielen Strecken mit massiven Verspätungen von bis zu einer Stunde rechnen. In Sachsen ist laut Bundespolizei das Operative Abwehrzentrum (OAZ) eingeschaltet, das für politische Straftaten zuständig ist. Nach ersten Erkenntnissen der Beamten hatten Unbekannte in der Nacht die Kabel vermutlich mit Brandbeschleuniger angezündet.

Pendler und andere Zugreisende wurden am heutigen Montag auf eine harte Geduldsprobe gestellt: Brandanschläge auf Signalanlagen hatten in Deutschland am frühen Morgen den Zugverkehr auf mehreren Bahnstrecken erheblich beeinträchtigt und teilweise lahmgelegt. Hinweise auf den oder die Täter gab es noch nicht.

In der Nacht zum Montag hätten im Hamburger Stadtteil Eidelstedt und im Bereich Höltigbaum Kabel neben den Gleisen gebrannt, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittler vermuten, dass zwischen den Anschlägen ein Zusammenhang besteht. Der Grund sei ein Brand in einem Kabelschacht entlang der Bahnstrecke in Dortmund, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Montagmorgen. Ebenfalls betroffen sind die Züge der Linie 27 (Hamburg-Berlin-Dresden-Prag). Mit einem Hubschrauber werde aus der Luft auch nach weiteren Brandorten gesucht. Besonders betroffen seien die Strecken Leipzig-Dresden, Leipzig-Coswig, Leipzig-Chemnitz, Leipzig-Halle und Leipzig-Erfurt mehr Zeit einplanen. Zwischen Dortmund und Bochum komme es bei den Linien zu Verspätungen zwischen zehn und fünfzehn Minuten in beiden Richtungen. Weitere Einzelheiten waren zunächst unklar. Wegen defekter Signalanlagen seien Streckenteile nicht befahrbar.

Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg-Lübeck sei zwischen Rahlstedt und Ahrensburg unterbrochen. Bei dem Feuer seien unter anderem Signalkabel beschädigt worden. Sie sprach von Vandalismus. In Niedersachsen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen brannten Kabelschächte, teilte das operative Abwehrzentrum der Polizei Sachsen mit. Wie lange die Beeinträchtigungen noch andauern werden, war zunächst unklar.

Am 7. und 8. Juli treffen sich die Führungskräfte der 20 mächtigsten Industrieländer zum G20-Treffen in Hamburg.

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