Fälle von Hantavirus-Erkankungen im Südwesten nehmen zu

Bei staubigen Gartenarbeiten sollte ein Mundschutz getragen werden um sich vor dem Hantavirus zu schützen

Infektionen mit dem Hantavirus nehmen im Südwesten rasant zu. Baden-Württemberg gehört den Anhaben zufolge zu den Hauptverbreitungsgebieten in Deutschland. An einer Impfung gegen Hantaviren wird derzeit geforscht. Betroffen ist vor allem der Südwesten des Landes. Seit Beginn des Jahres wurden dem Landesgesundheitsamt 464 Fälle gemeldet, wie das Gesundheitsministerium am Sonntag in Stuttgart mitteilte. Damit zeichne sich ab, dass 2017 ein "Hantajahr" werde, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Er wies darauf hin, dass bei anhaltendem warmen und trockenen Wetter mit einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen zu rechnen sei.

Das Hantavirus ist zurück und sorgt in Deutschland wieder für mehr Krankheitsfälle. Das Hantavirus wird von Nagetieren übertragen und verursacht bei Menschen eine grippeähnliche Krankheit. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt entweder über die Atemwege oder durch Schmierinfektionen.

Grund für die hohen Zahlen von Infektionen mit Hantavirus sei der gute Ertrag der Buchen in den Wäldern im vergangenen Jahr. Damit breitet sich auch das Virus besser aus.

"Die Häufigkeit der Erkrankung variiert von Jahr zu Jahr und ist wahrscheinlich von der Dichte und der Durchseuchung der lokalen Nagetier-Population abhängig", erklärt das Robert Koch-Institut (RKI).

Hantaviren werden über Rötelmäuse verbreitet, die das Virus über Kot und Urin ausscheiden. Es reicht, erregerhaltigen Staub einzuatmen. Dieser kann gegebenenfalls über das Blutbild eine Erkrankung mit dem Hantaerreger erkennen. In schweren Fällen kann es auch zu einem vorübergehenden Nierenversagen kommen.

Dem RKI zufolge können im weiteren Verlauf der Erkrankung auch ein Blutdruckabfall und schließlich Nierenfunktionsstörungen bis zum akuten Nierenversagen hinzukommen.

Menschen können mit erregerhaltigem Staub in Berührung kommen, wenn sie beispielsweise Holzstapel umschichten oder auf Dachböden, in Kellern oder in Garagen umräumen.

Außerdem "sollten Gebäude gegen das Eindringen von Nagern gesichert werden". Alle Nahrungsmittel, die man in Räumen aufbewahrt, zu denen sich Nager Zugang verschaffen könnten, sollten in Behältern aufbewahrt werden.

Solche Maßnahmen sollten laut RKI vor allem in bekannten Endemiegebieten umgesetzt werden, wenn Nagerbefall festgestellt wurde. "Mundschutz getragen werden" sollten.

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