Frankreich geht in die finale Runde der Parlamentswahlen

Der französische Präsident Emmanuel Macron kann bei der Neuwahl der Nationalversammlung am heutigen Sonntag auf eine Mehrheit hoffen

Damit hätte Macron ausreichend Rückhalt für sein Reformprogramm - noch in diesem Monat will die Regierung eine umstrittene Lockerung des Arbeitsrechts auf den Weg bringen. Die Wahlbeteiligung lag bis 17.00 Uhr bei nur 35,3 Prozent, wie das Innenministerium mitteilte.

Macrons Partei La Republique en Marche (LREM) und ihre Verbündeten könnten sich etwa drei Viertel der 577 Sitze in der Nationalversammlung sichern.

Dadurch hätte Macron auch eine parlamentarische Mehrheit für sein angestrebtes Reformpaket. Sechs Wochen nach der Wahl von Emmanuel Macron zum Präsidenten kann der sozialliberale Staatschef laut Meinungsforschern mit einer absoluten Mehrheit in der ersten Parlamentskammer rechnen. Zwei Institute hielten sogar bis zu 470 Sitze für möglich.

Die traditionellen Regierungsparteien der bürgerlichen Rechten und der Sozialisten müssen mit einer weiteren herben Niederlage rechnen. Die Wahllokale sind noch bis 18.00 Uhr geöffnet, in großen Städten zwei Stunden länger. Unmittelbar nach dem Schluss der Wahllokale sind erste offizielle Hochrechnungen zu erwarten.

Bei der Parlamentswahl wird in 577 Wahlkreisen jeweils ein Abgeordneter gewählt. Bereits in der ersten Wahlrunde vor einer Woche war Macrons Bündnis vorn gelandet.

Das sind noch weniger als im ersten Wahlgang vor einer Woche, als im gleichen Zeitraum 40,8 Prozent der Franzosen ins Wahllokal gekommen waren.

In mehreren französischen Überseegebieten konnten die Wähler bereits am Samstag ihre Stimme abgeben. Macrons Lager hatte den ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag klar gewonnen. Die Sozialisten von Macrons Amtsvorgänger François Hollande stürzten ab und dürften gemeinsam mit Verbündeten nur noch 27 bis 49 Sitzen bekommen.

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