Fußball: 25 Strafverfahren in Schweiz wegen FIFA-Skandal

FIFA-Skandal: Banker gesteht Schmiergeldzahlung

Burzaco, einst Vorsitzender des argentinischen Sportmarketing-Unternehmens "Torneos y Competencias", hatte bereits vor zwei Jahren zugegeben, Teil der dreckigen Geschäftemacherei im Zuge des FIFA-Skandals gewesen zu sein.

Der ehemalige Banker wurde wegen Urkundenfälschung sowie wegen Verstosses gegen die im Geldwäschereigesetz verankerte Meldepflicht verurteilt. Die durch den Bankmitarbeiter in diesem Zusammenhang verbrecherisch erlangten Zahlungen in der Höhe von USD 650 000. - werden zugunsten der allgemeinen Schweizer Staatskasse eingezogen. Die Bundesanwaltschaft hat gegen den Mann eine bedingte Geldstrafe von 30'000 Franken und 8000 Franken Busse ausgesprochen.

Der ehemalige Banker hat von 2010 bis 2015 bei zwei Schweizer Banken Konten verwaltet. Sie führen zwei voneinander unabhängige Verfahren. Der Strafbefehl sei rechtskräftig, sagte André Marty, Informationschef der BA, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Schweizer arbeiten dabei eng mit ihren US-Kollegen zusammen. Das Verfahren in den USA ist noch nicht abgeschlossen.

In den USA erfasste Straftatbestände werden in der Schweiz nicht weiter verfolgt, um eine doppelte Bestrafung zu vermeiden, wie die BA schreibt.

Er gestand, Schmiergeldzahlungen über 25 Millionen Dollar geleistet zu haben.

Im Zusammenhang mit dem "Fussball-Untersuchungskomplex" sind laut BA bisher 178 Verdachtsmeldungen der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS) eingegangen.

Die Verhaftungen zur frühen Morgenstunde bildeten den Auftakt zum "Fussball-Untersuchungskomplex", wie die Bundesanwaltschaft das Verfahren bezeichnet. Darunter sind auch Verfahren gegen den früheren Fifa-Präsidenten Sepp Blatter und den ehemaligen Generalsekretär Jérôme Valcke sowie Untersuchungen zur Vergabe der Fussball-Weltmeisterschaften im Jahr 2006 in Deutschland. Diese Verfahren sind laut Marty noch im Gang. Die BA führt im Fussball-Untersuchungskomplex rund 25 Strafverfahren, und analysiert eine Datenmenge von rund 19 Terabyte an sichergestellten Unterlagen.

Related:

Comments

Latest news

Bereits 58 Tote nach Hochhausbrand in London
Die Queen und ihr Enkel Prinz William besuchten eine Notunterkunft in einem Fitness-Center in der Nähe des Brandorts. Die Demonstration soll vor dem Ministerium für Kommunen stattfinden, das auch für Wohnungsbau verantwortlich ist.

Löw wirft Planung um: DFB-Team trainiert nicht im WM-Stadion
Im Training übte er oft mit einer Dreierkette. "Jetzt kann man natürlich auch wieder mehr mit Flanken in den Sechzehner agieren". Joachim Löw kann zum Start in den Confed Cup in Russland auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.

2016 neuer Höchststand bei Flucht und Vertreibung
Das geht aus einem Bericht des UN-Flüchtlingshochkommissariats ( UNHCR ) hervor, der am Montag vorgestellt wurde. Die Zahl der Flüchtlinge und Vertriebenen weltweit hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht.

Triumph für Macron bei Parlamentswahl erwartet
Die bisher dominierenden Sozialisten könnten auf 20 Sitze zurückfallen und damit nur noch knapp vor der Linken liegen. Bereits im ersten Wahlgang am vergangenen Sonntag war Macrons Bündnis mit 32,3 Prozent klar vorne gelandet.

Incirlik: Deutsche Soldaten vor Abzug
Mit der Option Verlegung hatte Kanzlerin Merkel bereits beim Nato-Gipfel vergebens versucht , Erdogan zum Einlenken zu bewegen. Von der Leyen kündigte am Montag nach der Kabinettsentscheidung an, bis nächste Woche einen Abzugsplan vorlegen zu wollen.

Other news