Messengerdienste schließen Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden zur

WhatsApp gegen Pläne der Innenminister

WhatsApp will nicht mit den deutschen Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten. Nicht einmal der Betreiber habe Zugriff auf Chat-Inhalte. Der Schweizer Rivale Threema schließt eine Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden in Deutschland gänzlich aus. Das berichtet die "Welt am Sonntag". "Somit kann WhatsApp diese Inhalte nicht mit Dritten, auch nicht mit Sicherheitsbehörden, teilen", erklärte der Sprecher. "Alle Kommunikation, die über WhatsApp stattfindet, ist Ende-zu-Ende verschlüsselt".

Die Schweizer argumentieren juristisch: "Threema untersteht Schweizer Gesetzgebung und ist nicht zu einer solchen Kooperation verpflichtet", sagte Firmen-Mitbegründer Martin Blatter der Zeitung. Eine entsprechende Gesetzesänderung in Deutschland habe darauf keine Auswirkungen und er fügte hinzu: "Eine solche Kooperation würde unseren Grundwerten widersprechen".

Der Messenger-Dienst WhatsApp kritisiert die Überwachungspläne der Innenminister von Bund und Ländern.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hatte in der vergangenen Woche nach Beratungen mit seinen Länderkollegen angekündigt, dass noch in Kürze in der Strafprozessordnung die Möglichkeit zum Abgreifen von Informationen und Nachrichten in Messengerdiensten geregelt werden solle.

Im Gegensatz zu Telekommunikationsanbietern sind Messengerdienste bislang nicht gesetzlich verpflichtet, Polizei- oder Verfassungsschutzbehörden bei Ermittlungsverfahren den Zugang zu Kommunikation von Nutzern zu erlauben.

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