Museumsstreit: Österreicher Assmann bleibt Chef in Mantua

Ab sofort wieder im Amt Peter Assmann

Heute, Freitag, kehrte er auf seinen Posten zurück. Nun hat der 53-Jährige einen Etappensieg errungen: Der italienische Staatsrat, letzte Instanz im Bereich der administrativen Justiz, setzte das Urteil des Verwaltungsgerichts in Rom vorerst außer Kraft. Damals hatten fünf Museumsdirektoren, darunter Assmann, ihre Posten verloren.

Assmann hatte im November 2015 nach einem internationalen Wettbewerb unter Kulturmanagern den Posten des Direktors des Palazzo Ducale von Mantua erhalten. Das Verfahren für die Wahl der Museumsdirektoren sei außerdem in mehreren Aspekten nicht rechtskonform gewesen. Der Palazzo Ducale konnte seine Besucherzahlen deutlich steigern, seit Assmann die Leitung innehat.

"Ich bin bereit, meine Arbeit wieder aufzunehmen". Mantuas Palazzo Ducale ist ein Gebäudekomplex aus dem 14. Jahrhundert, der von der Gonzaga-Familie als ihr Herrschaftssitz errichtet wurde. "Ich habe viel Unterstützung gespürt", sagte Peter Assmann, der auf Wunsch des Ministeriums auch in jenen Wochen, in denen er offiziell nicht im Amt war, weitergearbeitet hatte. Der positive Trend hielt auch im erste Quartal 2017 an. "Der Louvre war natürlich besorgt und wollte sofort wissen, was in Italien geschieht", so Assmann.

Wichtig sei es jetzt, den Prozess zur Konsolidierung der Museumsautonomie in Italien voranzutreiben, sagt er. "Vor allem die Personalautonomie muss gestärkt werden". "Es ist wichtig, dass sich die Museen von der Umklammerung der Bürokratie befreien".

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