Schlimmster Waldbrand in Portugal seit Jahrzehnten

Beim einem der schlimmsten Waldbrände in Portugals Geschichte sind mindestens 61 Menschen ums Leben gekommen. Die Situation im betroffenen Kreis Pedrógão Grande knapp 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon war in der Nacht zum Sonntag nach amtlichen Angaben besorgniserregend. Fünf Menschen, darunter vier Feuerwehrmänner, seien schwer verletzt, hieß es.

Das Feuer breitete sich rasch aus, ganze Dörfer waren von Feuer umgeben.

Drei weitere Opfer seien nach ersten Erkenntnissen in der Nähe eines Friedhofes an Rauchvergiftungen gestorben.

Ein Blitzeinschlag hatte den Brand laut Polizei am Samstagnachmittag in der Region Pedrógão Grande ausgelöst. "Alles deutet ganz klar auf natürliche Ursachen hin". Die extreme Trockenheit und die starken Winde behinderten aber weiter die Löscharbeiten.

Im Ort Ansiao nahmen Bewohner dutzende Menschen auf, die vor den Flammen geflüchtet waren. "Das ist der größte Tragödie, die wir seit Jahren in Portugal erlebt haben", sagte Regierungschef Antonio Costa nach einem Besuch der Region. Portugiesische Medien berichteten am Sonntagmorgen von mindestens 25 Toten. 1985 starben 14 Feuerwehrleute in der Kleinstadt Armamar im Norden des Landes, ein Jahr später verloren bei einem Feuer in Águeda 16 Menschen ihr Leben.

Viele der Opfer in der zentralen Bergregion von Pedrogao Grande seien auf der Flucht vor den Flammen in ihren Autos verbrannt, teilte das Innenministerium mit. Zwei der insgesamt vier Feuerfronten habe die Feuerwehr im Griff, sagte Jorge Gomes, Staatssekretär im Innenministerium. Spanien entsandte zwei Löschflugzeuge, um den Feuerwehrleuten im Nachbarland zu helfen. "Wir tun alles Mögliche und Unmögliche, um das Feuer zu löschen", sagte Innenstaatssekretär Gomes. Auf Bitte Portugals organisiere die EU Löschflugzeuge. Zu Beginn des Brandes war die Feuerwehr nach Angaben von Augenzeugen völlig überfordert. Ein spanisches Löschflugzeug unterstützte bereits am Morgen die Brandbekämpfung. In den vergangenen Tagen herrschte in Portugal eine Hitzewelle mit Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius.

Auch die Bundesregierung bot Portugal Hilfe an, wie Regierungssprecher Steffen Seibert auf Twitter schrieb. Dort, wo bis Samstag noch Pinien und schmucke Häuschen standen, wo sich Wanderer und Wassersportler auf Lagunen und Stauseen vergnügten, waren nur noch schwarzgraue Asche und viel Rauch zu sehen. "Ich habe gleich heute Morgen dem portugiesischen Premierminister António Costa unser tiefes Mitgefühl und Beileid ausgesprochen und ihm deutsche Hilfe und Unterstützung angeboten, wenn dies benötigt wird", sagte Gabriel.

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