Schwache Beteiligung bei französischer Parlamentswahl

Macrons Partei laut Umfrage vor Triumph bei Parlamentswahl

Frankreichs neu gewählter Präsident Emmanuel Macron möchte vor allem Frankreichs Wirtschaft wieder in Schwung bringen. "Wird Macron mit einer absoluten Mehrheit allmächtig?", fragen französische Medien mit bangem Unterton.

Das System macht es vor allem für kleinere Parteien schwierig, Abgeordnetenmandate zu erringen.

Für den jüngsten französischen Präsidenten aller Zeiten geht es in den beiden Wahlgängen um eine Mehrheit für sein Reformprogramm. Der rechtsextreme Front National (FN) unter Marine Le Pen hofft nach dem zweiten Platz bei der Präsidentschaftswahl auf eine zweistellige Zahl von Mandaten im Parlament.

Im Übrigen gibt es in Frankreich bereits seit Längerem Diskussionen über den Wechsel vom Mehrheitswahlrecht hin zu einem Verhältniswahlrecht. Le Pen hatte bei der Präsidentenwahl im ersten Wahlgang 21,3 Prozent erhalten und war damit in die Stichwahl gegen Macron gekommen.

In Frankreich haben die Parlamentswahlen begonnen. Um 20 Uhr schliessen die letzten Wahllokale, dann wird es erste Hochrechnungen geben. Um 20 Uhr werden die ersten Prognosen erwartet.

Um mit freier Hand regieren zu können, braucht Macron eine parlamentarische Mehrheit, sagt Politikwissenschaftler Nicolas Tenzer.

Der neue französische Präsident Emmanuel Macron steuert Umfragen zufolge auf einen Erfolg bei der Parlamentswahl am Sonntag zu.

Der Umfrage zufolge muss sich Macrons LREM in der ersten Runde am kommenden Sonntag noch mit 29,5 Prozent der Stimmen zufriedengeben, nachdem die Partei in Erhebungen vor einer Woche noch auf 31 Prozent zählen konnte. Die Abstimmung findet unter starken Sicherheitsvorkehrungen statt, rund 50.000 Polizisten waren im Einsatz.

Aufgrund der desolaten Umfragewerte hat die Parteizentrale der PS bereits bekannt gegeben, dass es keinen Wahlabend der Partei am 11. Juni geben wird.

Die Franzosen sind aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Das wäre ein eindeutiger Sieg für die Themen und den Kurs Macrons und würde die Umsetzung seiner politischen Vorhaben stark unterstützen. Dabei hatte es vor einem Monat noch so ausgesehen, als würden die Franzosen bei der Parlamentswahl in ihr altes Politikmuster zurückfallen und im großen Stil wieder zu den altbekannten Parteien zurückkehren. Zu ihnen werden auch die Stimmen für die Parteien UDI (Union des démocrates et indépendants) und die DVD (Divers droite), ein Zusammenschluss politischer Rechter, gezählt.

Damals lag die Beteiligung am Ende des Tages bei 57,22 Prozent.

Wirtschafts-, Sozial- und Finanzpolitik Der Ex-Wirtschaftsminister will das Land wettbewerbsfähiger machen, das Arbeitsrecht lockern, 120 000 Stellen im öffentlichen Dienst abbauen und in fünf Jahren 60 Milliarden Euro einsparen.

Laut dem französischen Innenministerium wird es für die Sozialisten und die Rechtspopulisten des Front National eine schwere Schlappe im ersten Wahlgang absetzen. Ihre Partei kam auf 13,5 bis 14 Prozent und dürfte wieder nicht in der Lage sein, eine Fraktion zu bilden, zu der mindestens 15 Abgeordnete nötig sind. Das wäre eine deutliche absolute Mehrheit.

Meinungsforscher hatten Macrons Partei La République en Marche zuletzt klar vorn gesehen.

Der Groll gegen die etablierten Berufspolitiker ist groß in Frankreich und aktuelle Meinungsumfragen zeigen: "La République en marche" marschiert auf ein historisch gutes Ergebnis zu. Hier genügt eine relative Mehrheit, um als Wahkreissieger in die Nationalversammlung einziehen zu können.

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