Staatsakt in Straßburg Europa verneigt sich vor dem Altkanzler

Gorbatschow Bush und Kohl

Nach dem Tod von Helmut Kohl nehmen die Menschen Abschied vom langjährigen Bundeskanzler und Wegbereiter der Wiedervereinigung. Er war am Freitagmorgen im Alter von 87 Jahren gestorben. Kohl soll nach dem Willen von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker als erster Politiker überhaupt mit einem europäischen Staatsakt geehrt werden. Im Dom von Speyer ist laut "Bild am Sonntag" eine öffentlich zugängliche Totenmesse geplant. In Kohls Heimat Rheinland-Pfalz wurden am Samstag vor den obersten Landesbehörden die Flaggen auf halbmast gesetzt. Von Sonntag an liegt auch im Bundeskanzleramt ein Kondolenzbuch aus, ebenso wie in der Mainzer Staatskanzlei. Die CDU legte in ihrer Zentrale in Berlin ein Kondolenzbuch aus und richtete ein Online-Kondolenzbuch ein. Sein Tod hat in Deutschland und international Trauer ausgelöst.

Die Junge Union rief Mitglieder aus ganz Deutschland dazu auf, sich am Samstagabend vor Kohls Wohnhaus in Ludwigshafen-Oggersheim zu einer Gedenkwache zu versammeln. Seine Amtsnachfolgerin Angela Merkel bezeichnete Kohl als "Glücksfall für uns Deutsche". Der Altkanzler war im Jahr 2005 zusammen mit Ex-Kreml-Chef Michail Gorbatschow und dem ehemaligen US-Präsidenten George Bush senior der erste Empfänger des Point-Alpha-Preises gewesen, der Verdienste um die Einheit Deutschlands und Europas würdigt. Das Katholiken-Oberhaupt habe den früheren Bundeskanzler als "großen Staatsmann" gewürdigt, sagte die CDU-Politikerin nach einer Privataudienz im Vatikan.

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