Tod in der Stierkampfarena: Bulle spießt Matador auf

Der spanische Torero Ivan Fandiño erlag seinen Verletzungen nach einem Unglück in der Stierkampfarena

Der aus Spanien stammende Torero Ivan Fandiño ist nach Angaben der Regionalzeitung "Sud Ouest" beim Stierkampf in Aire-sur-l'Adour über sein eigenes Tuch gestolpert. Im Krankenhaus erliegt er seinen schweren Verletzungen. Ein Torero ist in Frankreich von einem Stier aufgespießt und tödlich verletzt worden.

Nach dem Sturz des bekannten Matadors, der schon 2011 und 2014 bei Stierkämpfen schwer verletzt worden war, bohrten sich die Hörner des Stiers in seinen Oberkörper.

Der 36-Jährige verfing sich in der Arena in seinem Cape und strauchelte. Schwer verletzt wurde Fandiño aus der Arena getragen und starb kurze Zeit später.

Kurz zuvor hatte Fandino einen anderen Stier im Kampf getötet und ihm ein Ohr als Trophäe abgeschnitten.

Das spanische Königshaus schrieb auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter, es trauere um eine "grosse Persönlichkeit des Stierkampfes". Auch der konservative Regierungschef Mariano Rajoy sprach von einer "traurigen Nachricht". Stierkämpfer aus Spanien und Frankreich würdigten Fandiño als grossen Kämpfer.

Der Stierkampf ist in Spanien immer noch sehr beliebt. 2015 erklärte die Regierung den Stierkampf zum "immateriellen Kulturerbe". Allerdings gibt es zunehmend Widerstand gegen diese Tradition, die von Tierschützern kritisiert wird.

Erst vor wenigen Wochen protestierten Tausende Menschen in Spanien für ein landesweites Verbot von Stierkämpfen und eine Verschärfung der Tierschutzgesetze.

Der Stierkampf beschäftigt auch die Justiz. Die Richter urteilten, die Kämpfe seien ein wichtiger Teil der spanischen kulturellen Tradition.

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