Vor G20-Gipfel verüben Unbekannte Brandanschläge auf Bahnanlagen

Blick auf den Hamburger Fernsehturm und die Messehallen. Die Sicherheitskosten für den G20 Gipfel steigen weiter

In der Nacht zum Montag hätten im Stadtteil Eidelstedt und im Bereich Höltigbaum Kabel neben den Gleisen gebrannt, erklärte ein Polizeisprecher am Montagmorgen.

Taten habe es auch in Bad Bevensen und in Bremen gegeben, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Hannover. Beeinträchtigungen ergaben sich auch in Köln, Berlin, Hamburg und auf der Strecke zwischen Bochum und Dortmund. Ein mögliches Bekennerschreiben aus der linksextremistischen Szene wurde geprüft. Nun brennt es zu Wochenbeginn in Bahnanlagen, es kommt zu Verspätungen und Zugausfällen.

Bisher seien bundesweit zwölf Brandanschläge auf Bahnstrecken in Sachsen, Berlin, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen festgestellt worden.

Die Ermittler prüfen, ob ein Zusammenhang zwischen den Brandanschlägen und dem in drei Wochen stattfindenden G20-Gipfel in Hamburg besteht. Mit dabei: US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin.

Auf der Internetplattform "linksunten.indymedia.org" tauchte ein auf.

"Wir greifen ein in eines der zentralen Nervensysteme des Kapitalismus: mehrere Zehntausend Kilometer Bahnstrecke", heißt es in dem Bekennerschreiben. Nach Einschätzung des Operativen Abwehrzentrums (OAZ) der sächsischen Polizei haben die Vorfälle bei der Bahn möglicherweise einen Bezug zum G20-Gipfel. Es sei aber noch unklar, ob es authentisch sei. Die deutschen Sicherheitsbehörden rechnen mit Angriffen und linken Protesten gegen den G20-Gipfel.

Vor dem G20-Gipfel hatten Linksextremisten wiederholt Aktionen und Anschläge angekündigt. An Kabelschächten und elektronischen Stellwerken wurden Brandsätze gelegt. Mit einem Hubschrauber sei aus der Luft nach weiteren Brandorten gesucht worden.

Am Berliner S-Bahnhof Treptower Park wurde vermutlich ein Feuer in einem Kabelschacht gelegt. Im Berufsverkehr am Montagmorgen kam es zu erheblichen Einschränkungen. Mehrere S-Bahn-Linien waren betroffen.

Berlin/Essen/Hamburg Im Ruhrgebiet, in Berlin, Hamburg und Sachsen behindern Kabelbrände den Zugverkehr. Es waren nicht die ersten Anschläge dieser Art auf technische Bahnanlagen.

Related:

Comments

Latest news

US-Luftwaffe schießt syrisches Kampfflugzeug ab
Erst kürzlich hat sich die syrische Regierung bei der Vertreibung des IS aus ihrer Hochburg Rakka eingeschalten . Gleichzeitig warnte die Koalition vor weiteren Angriffen gegen die von ihr unterstützten Kämpfe.

Deutsche Bahn: Bundesweite Störungen im Bahnverkehr durch Brandanschläge
Auch in Hamburg prüft der Staatschutz nach zwei Bränden an Zuggleisen, ob es sich um einen politisch motivierten Anschlag handelt. Betroffen ist der Bahnverkehr in Berlin , im Großraum Leipzig-Dresden-Chemitz und die Strecke zwischen Bochum und Dortmund .

Sind das die ersten Kandidaten?
Sind das die ersten Kandidaten? Wie die "Bild" berichtet, soll Dschungelkönig Marc Terenzi dabei sein. Nach Infos der "BamS" soll es zwar auch in diesem Jahr wieder zwei Bereiche im Haus geben.

VfL Wolfsburg holt belgisches Talent aus Oostende
Dimata kommt vom Erstligisten KV Oostende, für den er in der abgelaufenen Spielzeit elf Tore in 24 Partien erzielt hat. Der Angreifer unterschrieb einen Fünfjahresvertrag und dürfte den Verein bis zu zehn Millionen Euro Ablöse kosten.

Staatsanwaltschaft beantragt Aufhebung von Frauke Petrys Immunität
Sollte Petry aufgrund einer Anklage wegen Meineides verurteilt werden, würde sie nicht um eine Freiheitsstrafe herumkommen. Petry sagte, sie habe "erst circa ein Jahr nach der Wahl von den tatsächlichen Darlehen Kenntnis erhalten".

Other news