Zunächst nur einige hundert bei Kölner Friedensmarsch

Zu Beginn versammelten sich nach Angaben der Polizei jedoch deutlich weniger Menschen als die erwarteten zehntausend Teilnehmer des Friedensmarsches. Mitgetragen wurde der Friedensmarsch vom Zentralrat der Muslime in Deutschland, der Ahmadiyya Muslim Jamaat Deutschland und der Türkischen Gemeinde in Deutschland.

Köln. Umstrittene Absage kurz vor der geplanten Kölner Friedensdemonstration von Muslimen. Dort ist auch die Zentralmoschee des Islamverbandes.

Unser Vereinsziel ist es, Musliminnen und Muslime einen Ort zur Ausübung ihres Glaubens zu geben und einen Beitrag zur Integration zu leisten. Ditib hatte die Demonstration als "eine öffentliche Vereinnahmung und Instrumentalisierung" bezeichnet.

Das sei "der falsche Weg und das falsche Zeichen, denn diese Form der Schuldzuweisung spaltet die Gesellschaft", unterstrich der Verband, der auch Mitglied im Koordinierungsrat der Muslime ist. "Der Ramadan ist der Monat des Friedens für uns Muslime!" Der Widerstand gegen Terroristen und Fanatiker sei besondere Pflicht der Muslime: "Es ist unser Glaube, der hier missbraucht wird, der hier beschmutzt, beleidigt und bis zur Unkenntlichkeit entstellt wird". Damals beteiligte sich DITIB an Demonstrationen gegen das israelische Vorgehen im Gaza-Streifen. Die muslimische Gemeinschaft scheint sich zu öffnen - ganz anders dagegen der türkisch-islamische Moscheeverband DITIB.

Eine Woche später ist eine Großdemonstration in Berlin geplant. Einige halten Plakate in die Höhe auf denen Sätze zu lesen sind wie: "Gemeinsam gegen den Terror".

Nach den Anschlägen von Berlin, Manchester, London und in der islamischen Welt sei es Zeit, ein deutliches Zeichen zu setzen, sagte die Islamwissenschaftlerin und Mit-Initiatorin Lamya Kaddor bei einer Kundgebung am Samstag. Der Verband werde "immer mehr zum Problembären der islamischen Verbändelandschaft". Wenn man sich anmaße, Millionen Muslime in Deutschland zu repräsentieren, müsse man auch seine gesellschaftliche Verantwortung annehmen, erklärte Beck weiter.

Für Aufregung im Vorfeld hatte die Absage von Ditib gesorgt. Ditib hatte unter anderem mit Verweis auf den Fastenmonat ihre Teilnahme abgesagt. Ditib stellt sich weit ins Abseits.

Fotografen darf nicht vorgeschrieben werden, zu welchem journalistischen Zweck sie ihre Fotos verwenden. Die provozierende Passivität mit Blick auf die Demonstration in Köln wird für DITIB noch zur Zerreißprobe werden. Außerdem sei eine solche Aktion jetzt im Ramadan unzumutbar für die fastenden Muslime. Besucher sollten nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Die Generalbundesanwaltschaft leitete zumindest entsprechende Ermittlungen ein. Die Kirchenbeauftragte der SPD-Fraktion, Kerstin Griese findet es schade, dass Ditib die Chance nicht nutze, die Demonstration zu unterstützten. Diese 1923 von Staatsgründer Mustafa Kemal Pascha, dem späteren Atatürk, gegründete Einrichtung untersteht dem jeweiligen türkischen Ministerpräsidenten. Vertreter des Erdoğan-Flügels der AKP werfen Görmez in Sozialen Medien mittlerweile vor, heimlich ein Anhänger der Gülen-Sekte zu sein, die der Staatspräsident für den Putschversuch im letzten Jahr verantwortlich macht und die ihm als Hauptargument für die Säuberung der Justiz, der Behörden und des Militärs dient.

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