Anklage wegen Mordes | Seniorinnen mit Insulin und Kissen getötet

Die Tür zum Sitzungssaal 1 im Landgericht Frankenthal

Drei Mitarbeiter eines Altersheims stehen vor Gericht, da sie zwei Bewohner umgebracht haben sollen - und zwar aus Langeweile!

Eine 26 Jahre alte Frau und zwei Männer im Alter von 24 und 48 Jahren stehen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankenthal vom Montag im Verdacht, im Dezember 2015 in dem Heim in Lambrecht eine 85-Jährige mit einem Kissen erstickt zu haben. Die Misshandlungen sollen die Täter auch mit dem Smartphone gefilmt haben. Die Ermittler stützen ihre Vorwürfe unter anderem auf die Auswertung der Handys. Derzeit wird geprüft, ob das Trio für weitere Morde verantwortlich ist. Während der 24-Jährige die Tötung einer Heiminsassin gestanden hat, bestreiten die beiden anderen die Mordvorwürfe. Außerdem wird ihnen zur Last gelegt, dass sie Wertgegenstände und Bargeld einiger Bewohner gestohlen haben.

Alle drei sollen obendrein bei einer weiteren Bewohnerin versucht haben, sie umzubringen. Die Frau habe von den Handyaufnahmen erfahren und die Heimleitung eingeschaltet, die sich an die Polizei gewandt habe, hatte der Geschäftsführer des Bezirksverbandes Pfalz der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Markus Broeckmann, im Januar gesagt. Außerdem sollen die Mitarbeiter einer 62-Jährigen Insulin gespritzt haben - kurze Zeit später verstarb die Frau. Im März 2016 sollen alle drei versucht haben, eine 89-jährige Bewohnerin mit Insulin und Morphin zu töten.

In allen Fällen würden den Angeschuldigten die Mordmerkmale Heimtücke und niedrige Beweggründe zur Last gelegt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Zu den mutmaßlichen Misshandlungen heißt es, die Opfer seien mit Gegenständen beworfen worden oder hätten Medikamente wie zum Beispiel Abführmittel verabreicht bekommen, ohne dass ein Grund vorgelegen habe. Die Diebstähle und die Misshandlungen hätten sie eingeräumt, so die Staatsanwaltschaft.

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