Anschlag mit Lieferwagen auf Londoner Muslime

Die Moschee, die bis zum Jahr 2005 als Finsbury Park Moschee bekannt war, wurde mehrere Jahre lang mit extremistischer Ideologie und Beziehungen zur Terrororganisation Al-Qaida in Verbindung gebracht.

Nach Angaben des Britischen Rats der Muslime ereignete sich der Vorfall vor einem muslimischen Gemeinschaftshaus in der Nähe einer Moschee im Stadtteil Finsbury Park - nicht direkt vor der Moschee, wie es der Rat zunächst mitgeteilt hatte.

Die Polizei teilte nach der Festnahme mit, der Mann werde auf seinen Geisteszustand hin untersucht. Gegen ihn wird wegen Terror und Mord ermittelt.

Bei den Opfern im Stadtteil Finsbury Park soll es sich vornehmlich um Muslime handeln, die während des Fastenmonats Ramadan nach dem Ende eines Gebets auf der Straße waren.

Britischen Medien zufolge gibt es zehn Verletzte - acht von ihnen mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden - und ein Todesopfer. Wie schwer sie verletzt waren, war zunächst nicht bekannt. Die Einsatzkräfte wurden daraufhin zum Ort des Geschehens in der Seven Sisters Road geschickt, mehrere Opfer würden dort versorgt. Waffen hatte er demnach nicht dabei. Der Laster wurde durch Poller gestoppt, ein weißer Mann in dunklen Shorts sprang heraus und wurde von den aufgebrachten Menschen zu Boden geworfen. "Ich habe meinen Teil getan", soll der Täter ihnen zugerufen haben. "Ich will alle Muslime töten!" gerufen, sagte der Augenzeuge Khalid Amin am Montag in der BBC.

Es habe sich "ganz klar" um eine "Attacke auf Muslime" gehandelt, sagte die Scotland-Yard-Chefin Cressida Dick am Nachmittag. Premierministerin May wiederholte: "Wir üben seit Jahren viel zu viel Toleranz gegen Extremismus".

Die britische Premierministerin Theresa May sagte in einer ersten Stellungnahme: "All meine Gedanken sind mit jenen, die verletzt wurden, mit deren Angehörigen und mit den Rettungskräften vor Ort". 2012 wurde er in die USA ausgeliefert, wo er drei Jahre später zu lebenslanger Haft wegen Verwicklung in eine Geiselnahme im Jemen und Unterstützung des Terrorismus in Afghanistan verurteilt wurde. Die Tat werde vorerst aber "wie ein Terroranschlag behandelt", sagte Basu.

DDie Bilanz der blutigen Fahrt: elf Verletzte, der hilfsbedürftige alte Mann stirbt. Sie übergaben ihn der Polizei.

Der Präsident des jüdischen Weltkongresses (WJC) Ronald S. Lauder verurteilte den Angriff auf Muslime in London und bekundete die Solidarität der Organisation mit der Londoner Bevölkerung.

Seit März war Großbritannien dreimal von Terroranschlägen erschüttert worden.

Der Vorsitzende der Moscheegemeinde in Finsbury Park, Mohammed Kozbar, erkärte, viele Gemeindemitglieder seien nach den Anschlägen der vergangenen Wochen in London und Manchester sehr beunruhigt. Manchesters Bürgermeister Andy Burnham schrieb: "Wir werden weiter zusammenstehen gegen Extremisten, die einen Teufelskreis der Gewalt wollen".

Diese Taten reklamierte die Terrormiliz "Islamischer Staat" für sich.

Auch ausserhalb Grossbritanniens löste die Attacke Entsetzen aus. Zwar seien die Hintergründe noch nicht geklärt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Der EU-Chefunterhändler Michel Barnier sprach den Briten sein Beileid aus.

Indes wird ein Imam als Held gefeiert. Einer von ihnen soll laut Augenzeugen nach der Horrorfahrt mit einem Messer aus dem Auto gesprungen sein.

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