Bis Mittag etwas schwächere Wahlbeteiligung in Frankreich als 2012

Auf ein Bild Monsieur! Emmanuel Macron hat alles im Blick

Trotzdem ist ihre Wirkung nicht zu unterschätzen, schließlich wird hier das wichtigste Organ der französischen Legislative gewählt.

Frankreichs neu gewählter Präsident Emmanuel Macron möchte vor allem Frankreichs Wirtschaft wieder in Schwung bringen.

Das französische Wahlsystem unterscheidet sich von unserem besonders stark und ist dabei nicht ganz unkompliziert. "Wird Macron mit einer absoluten Mehrheit allmächtig?", fragen französische Medien mit bangem Unterton.

Das Mehrheitswahlrecht macht es kleinen Parteien schwer: In die Nationalversammlung kommt, wer seinen Wahlkreis gewinnt. Die Wahlbeteiligung spielt in Frankreich im ersten Wahlgang eine große Rolle, weil nur diejenigen Kandidaten direkt einen Sitz bekommen, die neben der Mehrheit der Stimmen auch mindestens 25 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten im jeweiligen Wahlkreis erhalten. Präsident Macron strebt eine absolute Mehrheit an, um Reformen durchzusetzen. Von der Zusammensetzung der Nationalversammlung wird abhängen, ob und wie das neue Staatsoberhaupt der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone sein Programm umsetzen kann. Le Pen und Mélenchon waren gegen Macron in der Präsidentschaftswahl unterlegen.

Um 23 Uhr moderiert Michael Krons die Sendung "Vor Ort: Parlamentswahlen in Frankreich". In großen Städten sind die Wahllokale noch bis 20.00 Uhr geöffnet.

Frankreichs neuer Staatschef Macron hat bei der ersten Runde der Parlamentswahl einen klaren Sieg erzielt.

Die Abstimmung fand unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen statt, rund 50.000 Polizisten waren im Einsatz. Schon im Präsidentschaftswahlkampf konnte er mit seiner Einstellung gegen das politische Establishment bei vielen Wählern punkten. Doch Macron hinterlässt auf seinem Siegeszug eine Spur der Verwüstung. Gut einen Monat nach der Präsidentenwahl werden die 577 Sitze der ersten Parlamentskammer neu vergeben. Zu ihnen werden auch die Stimmen für die Parteien UDI (Union des démocrates et indépendants) und die DVD (Divers droite), ein Zusammenschluss politischer Rechter, gezählt. Die rechten Republikaner (Les Républicains, LR) würden bei diesem Szenarioetwa 22 Prozent der Stimmen und 95-115 Sitze gewinnen, der neofaschistische Front National (FN) läge bei 18 Prozent und 5-15 Sitzen.

Nach Angaben des Rundfunksenders RTL lag die Wahlbeteiligung bei 49,5 Prozent. Für die Sozialisten von Ex-Präsident Francois Hollande geht es nach dem Desaster bei der Präsidentenwahl um die Existenz.

Für die beiden traditionellen französischen Regierungsparteien ist das Ergebnis eine weitere herbe Schlappe.

Das Wahlbündnis der konservativen Republikanern kommt auf 21 Prozent.

Der Urnengang ist von zentraler Bedeutung: Der Präsident braucht den Sieg seiner Regierungspartei "Republik auf dem Vormarsch" (REM), um im Parlament über eine solide Fraktion zu verfügen - besser noch über eine absolute Mehrheit.

Die im Ausland lebenden Franzosen wurden im Übrigen schon am 4. Juni zur Wahl gebeten. Nötig ist zugleich mindestens ein Viertel der Stimmen der eingeschriebenen Wähler. Seine Partei, die letztes Jahr gegründet wurde und großenteils aus politischen Neulingen besteht, soll zur stärksten Kraft in der Nationalversammlung werden.

Meinungsforscher hatten Macrons Partei La République en Marche zuletzt klar vorn gesehen.

Parlamentswahlen in Frankreich: Wann gibt es heute ein Ergebnis? Im Anschluss gibt es die ersten Hochrechnungen. Im ersten Wahlgang errangen in 10 von 11 Wahlkreisen Kandidaten von LREM und der verbündeten MoDem-Partei den ersten Platz. Ansonsten entscheidet eine Stichwahl eine Woche später.

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