Büchner-Preis für Lyriker Jan Wagner

Autor und Gewinner des Preises der Leipziger Buchmesse 2015 Jan Wagner

Er hat bereits einige Auszeichnungen für sein dichterisches Werk - nun kommt eine weitere hinzu: Der Berliner Lyriker Jan Wagner erhält mit dem diesjährigen Georg-Büchner-Preis den bedeutendsten literarischen Preis in Deutschland. Die Verleihung des Preises ist am 28. Oktober 2017 in Darmstadt vorgesehen.

Die Gedichte des 45-Jährigen gebürtigen Hamburgers "verbinden spielerische Sprachfreude und meisterhafte Formbeherrschung, musikalische Sinnlichkeit und intellektuelle Prägnanz", begründete die Akademie die Auszeichnung des heute in Berlin lebenden Lyrikers. Die Auszeichnung ist nach dem in Darmstadt aufgewachsenen Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Freiheitskämpfer Georg Büchner (1813-1837) benannt. Aus neugierigen, sensiblen Erkundungen des Kleinen und Einzelnen, mit einem Gespür für untergründige Zusammenhänge und mit einer unerschöpflichen Fantasie lassen sie Augenblicke entstehen, in denen sich die Welt zeigt, als sähe man sie zum ersten Mal.

Neben seinen Gedichten und Essays ist Jan Wagner als Übersetzer englischsprachiger Lyrik hervorgetreten, darunter Werke von James Tate, Matthew Sweeney, Simon Armitage und Robert Robertson.

Begleitend zu seinem lyrischen Werk ist ein vielseitiges essayistisches Werk entstanden. Seine Gedichte sind in rund 30 Sprachen übersetzt worden. Im Frühjahr 2017 erschien demnach die Prosasammlung "Der verschlossene Raum". Es folgten die Bände "Guerickes Sperling", (2004), "Achtzehn Pasteten" (2007), "Australien" (2010), "Die Eulenhasser in den Hallenhäusern" (Hanser Berlin, 2012) und der mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichnete Band "Regentonnenvariationen" (Hanser Berlin, 2014). Im vergangenen Jahr hatte der Schriftsteller, Dicher und Essayist Marcel Beyer ("Flughunde") den Büchner-Preis bekommen. Im Jahr 2001 erschien sein erster Lyrikband "Probebohrung im Himmel".

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