Der Fahrplan für den Austritt steht

Rund ein Jahr nach dem Brexit-Votum der Briten haben die Verhandlungen über den EU-Austritt des Landes begonnen. Wenn die Freizügigkeit der Arbeitnehmer wegfalle und es keinen Plan für einen Ersatz geben, könnte niedrig- und hochqualifiziertes Personal knapp werden, betonten das Nationale Institut für Wirtschafts- und Sozialforschung (NIESR) und das auf Personalentwicklung spezialisierte CIPD-Institut.

Diese drei Themen werden natürlich nicht alle heute besprochen, allerdings ist der Zeitplan durchaus knapp.

Brüssel. In Brüssel starteten gestern die Brexit-Verhandlungen. "Wir müssen dann auch diskutieren: Wie gehen wir damit um?"

Ziel sei es, jeden Monat während einer Woche Verhandlungen zu führen, sagte der Franzose zum Ablauf der Gespräche. Die nächsten Gespräche finden gemäss den Briten am 17. Juli statt.

"Wir wollen, dass beide Seiten stark und erfolgreich daraus hervorgehen, in der Lage, unsere geteilten europäischen Werte in die Zukunft zu tragen, führend in der Welt und entschlossen, die Sicherheit unserer Bürger zu schützen", hiess es in der Erklärung weiter. Barnier sagte, der EU-Seite sei vor allem daran gelegen sei, rasch die Unsicherheiten zu beseitigen, die mit dem Brexit verbunden sind. Dahinter verbirgt sich jeweils ein Team von Experten und Verbindungsleuten, die je nach Bedarf eingebunden werden können. Die Regierungsbildung in London ist nach der Unterhauswahl, bei der May ihre Mehrheit verloren hatte, noch nicht abgeschlossen.

Die beiden Chefunterhändler Michel Barnier und Dave Davis (v.l.n.r.).

Der britische Verhandlungsführer David Davis bekräftigte nochmals, dass seine Regierung einen harten Schnitt machen und auch die Zollunion verlassen wolle. Kritiker werfen dem 68-Jährigen Eitelkeit und mangelndes Detailwissen vor. Ende März schließlich bat die Regierung offiziell darum, die Scheidungsverhandlungen aufzunehmen. Doch fest steht: Auch bei einem "großzügigen Angebot" ist längst nicht klar, dass Brüssel darauf einschwenken wird. Er war vorher Botschafter in Moskau und wechselte nach Brüssel um Ivan Rogers zu ersetzen. Sein Spezialgebiet ist die Sicherheitspolitik. Dieselben Garantien sollen dann auch für die 1,2 Millionen Briten in den verbleibenden EU-Ländern gelten. Die im Parlament einflussreichen Brexit-Hardliner bei den der konservativen Tories sitzen Premierministerin May im Nacken. Innerhalb der Tories gilt Barwell als gemäßigt - zu seinen Aufgaben wird auch das Glätten parteiinterner Wogen zählen. Das Verhandlungsresultat entspricht den Wünschen der EU. Zunächst soll Vertrauen unter den Gesprächspartnern gebildet werden, nachdem die britische Seite zu Jahresbeginn zunächst ziemlich kriegerisch aufgetreten war: "Kein Deal ist besser als ein schlechter Deal", hatte etwa Theresa May erklärt. Aber er ist diplomatisch genug, das nicht in den Vordergrund zu rücken. Als Barnier und Davis um 18.40 Uhr wieder vor die Kameras traten, schien die Stimmung sogar noch etwas besser. Seine Aufgabe ist es, die Interessen der Mitgliedstaaten zu berücksichtigen. Für Österreich nimmt der langjährige Diplomat und Botschafter in Luxemburg, Gregor Schusterschitz, teil. "Welchen Sinn hat es, sich ein Bein auszureißen, um einen Deal mit einem Land auszuhandeln, das den Bach runter geht?", gibt der britische Independent die Stimmung der EU-Unterhändler wieder. Er wird mit dem EU-Team ständigen Kontakt halten. Zuvor müssen EU-Parlament und der Rat ein erzieltes Abkommen noch ratifizieren.

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