Französische Verteidigungsministerin Goulard gibt Posten auf

Sylvie Goulard- Frankreichs Verteidigungsministerin tritt zurück

Die französische Verteidigungsministerin Sylvie Goulard wird ihr Amt nach der laufenden Regierungsumbildung nicht weiterführen.

Die bisherige Verteidigungsministerin bat Macron, sie wegen eines Scheinbeschäftigungsverdachts gegen ihre Partei nicht mehr zu berücksichtigen.

Noch Anfang Mai äußerte sich die französische Verteidigungsministerin Sylvie Goulard im SPIEGEL über die Chancen eines politischen Neustarts für ihr Land.

Goulard erklärte aber am Dienstag, sollte die Justiz auch die Arbeit ihrer früheren EU-Assistenten unter die Lupe nehmen, wolle sie "frei" ihre "Redlichkeit" unter Beweis stellen. Die Vorermittlungen hatten auch Europaministerin Marielle de Sarnez und Justizminister François Bayrou unter Druck gesetzt; letzterer fungiert auch als Vorsitzender der MoDem-Partei. Der Name der langjährigen EU-Abgeordneten Goulard war dabei bisher nicht genannt worden.

Nach dem Sieg des Lagers von Präsident Emmanuel Macron bei der Parlamentswahl hatte die Regierung am Montag wie üblich den Rücktritt eingereicht, um dem Staatschef Veränderungen im Kabinett zu ermöglichen.

Die perfekt Deutsch sprechende 52-Jährige war zwischen 2001 und 2004 Beraterin des damaligen EU-Kommissionschefs Romano Prodi. Zuvor hatte Stadtplanungsminister Richard Ferrand bestätigt, dass er Fraktionschef von Macrons Partei LREM wird. Der Macron-Vertraute ist in eine Immobilienaffäre verstrickt.

Macrons Partei La République en Marche gewann in der zweiten Runde der Parlamentswahl dem Innenministerium zufolge 308 Sitze in der Nationalversammlung - allein das liegt schon deutlich über der absoluten Mehrheit von mindestens 289 Sitzen.

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