LE BOURGET: Boeing sieht immer weniger Zukunft für Riesenjets

Die Boeing 737 Max 9

Zusammen mit Veränderungen in der Kabine, die Platz für mehr Fluggäste schaffen, könnten die Kosten je Sitzplatz sogar um 13 Prozent niedriger ausfallen als bislang.

Der Hersteller hat eine herkömmliche A380 mit Attrappen dieser sogenannten Winglets ausgestattet, die mit 4,70 Meter rund dreimal so hoch sind wie die bisherige Konstruktion an den Flügelenden.

Die Luftfahrmesse in Le Bourget wird von Boeing und seinem europäischen Konkurrenten Airbus traditionell genutzt, um möglichst viele Neubestellungen für Passagierjets einzutüten.

Größte Abnehmerin der A380 ist die arabische Fluglinie Emirates, die 142 Maschinen des Typs bestellt und einen Großteil davon bereits im Einsatz hat.

Die verbesserte Aerodynamik soll die A380 vier Prozent sparsamer beim Kerosinverbrauch machen. Airbus kämpft seit Jahren um neue Bestellungen für den weltgrößten Passagierjet und fährt die Produktion um mehr als die Hälfte auf nur noch zwölf Maschinen pro Jahr zurück.

Bei den Triebwerken, die für die Höhe des Kerosinverbrauchs entscheidend sind, haben die Amerikaner laut McAllister drei Möglichkeiten im Auge. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen hohe Rabatte üblich. Auch von den Airbus-Verkäufen entfällt ein immer größerer Anteil auf die größte Version A321neo. Erwartet wird, dass Boeing die MAX in Kürze in einer noch längeren Version 737-MAX-10 mit Platz für mehr Passagiere anbietet und diese Variante in den kommenden Tagen auf der Air Show vorstellt. Boeing will sich erst einer ausreichend großen Nachfrage sicher sein, damit sich die Entwicklung eines neuen Jets auszahlt. Einige Kunden orderten diese Maschinen allerdings nicht zusätzlich, sondern widmeten bestehende Aufträge um, die bisher für kleinere Versionen galten.

Der US-Konzern hatte seinen im Grundsatz seit den 60er Jahren gebauten 737-Mittelstreckenjets mit der 737 MAX gerade eine Neuauflage mit gezügeltem Kerosindurst spendiert - ähnlich wie Airbus mit seiner A 320neo-Modellfamilie. Vertreten sind Hersteller aus Luftfahrt, Rüstung und Raumfahrt samt ihren Zulieferern aus aller Welt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron selbst erreichte am Montagvormittag an Bord eines Militär-Transporters A400M die weltgrößten Luftfahrtmesse. Nach den Fachbesuchertagen ist die Luftfahrtschau von Freitag bis Sonntag (23. bis 25. Juni) auch für die breite Öffentlichkeit geöffnet. Das sind 3,6 Prozent mehr, als Boeing vor einem Jahr für die zwei Jahrzehnte bis 2035 vorhergesagt hatte.

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