Londoner Bürgermeister verurteilt "Terroranschlag"

Emergency crews attend to the scene after a vehicl

Die britische Premierministerin Theresa May will nach dem blutigen Zwischenfall in London noch am Montagmorgen eine Krisensitzung einberufen. Acht Opfer kamen laut Polizei ins Krankenhaus, mehrere weitere wurden vor Ort behandelt. Er soll nun auf seine geistige Zurechnungsfähigkeit untersucht werden.

Die Tat ereignete sich vor dem Muslim Welfare House unweit der Finsbury-Park-Moschee im Nordosten Londons. "Von den Augenzeugenberichten her scheint es, als wäre der Täter von Islamhass motiviert gewesen", schrieb der Rat auf Twitter.

Aus Sicht des Britischen Rats der Muslime könnte der blutige Zwischenfall aus der Nacht zum Montag in London ein gegen Muslime gerichteter Anschlag gewesen sein.

Premierministerin Theresa May sprach von einem "schrecklichen Vorfall". Sie teilte in der Früh mit: "All meine Gedanken sind mit jenen, die verletzt wurden, mit deren Angehörigen und mit den Rettungskräften am Unglücksort".

Londons Bürgermeister Sadiq Khan bewertete die Tat als zielgerichtete Attacke: "Die Londoner Polizei ist nach einem fürchterlichen Terroranschlag auf unschuldige Menschen in Finsbury Park im Einsatz", schrieb er auf Facebook. Der Vorsitzende der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, zeigte sich "total schockiert". "Hass und Böses dieser Art werden niemals Erfolg haben", sagt sie und verurteilt die Attacke als "widerlich". Die Polizei riegelte die Gegend um die Seven Sisters Road ab. Dabei wurden 10 Muslime verletzt. Der Stadtteil Finsbury Park liegt nördlich des Zentrums von London. Mehrere Medien zitierten Augenzeugen, die dies bejahten.

Mohammed Kozbar, der Vorsitzende der Moschee, sagte der Boulevard-Zeitung "The Sun": "Wer immer das getan hat, wollte Menschen verletzen. Das ist eine Terrorattacke".

Das Fahrzeug, das Passanten rammte, soll dem "Sun"-Bericht zufolge ein gemieteter weißer Lieferwagen sein". Ein solches Fahrzeug war auch auf diversen Bildern vom Ort des Geschehens zu sehen. Die Polizei behandele die Geschehnisse nahe einer Moschee als möglichen Terroranschlag. Inzwischen ist die Moschee bemüht, den Ruf als Hort des Islamismus abzulegen und die Moschee auch für Andersgläubige zu öffnen. Die neue Moschee-Leitung hatte in der Vergangenheit Drohungen erhalten. "Es gibt viele Menschen, die weinen und viele Verletzte", sagte ein anderer Zeuge, David Robinson. Ein 19-Jähriger beschrieb das Unfallfahrzeug als "weissen Lieferwagen mit drei Männern an Bord".

Drei Terroranschläge hat es in den vergangenen Monaten schon in Großbritannien gegeben: zwei in London und einen in Manchester.

Die Gemeindemitglieder waren während des Fastenmonats Ramadan nach dem Ende eines Gebets im Stadtteil Finsbury Park auf der Straße. Alle Attentäter waren Muslime.

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