May: Terrorismus wird uns nicht spalten

Britische Polizistendts

Anti-Terror-Ermittler der Polizei übernahmen die Ermittlungen. Bis zum Jahr 2005 als Finsbury Park Moschee bekannt und dann auf den Namen North London Central Mosque umbenannt, wurde das Gotteshaus lange Zeit mit extremistischer Ideologie und Beziehungen zur Terrororganisation Al-Kaida in Verbindung gebracht. Augenzeugen berichteten, dass der Täter groß und hellhäutig sei.

Ein 48-Jähriger wurde nach dem Anschlag auf eine Moschee im Londoner Stadtteil Finsbury Park als Tatverdächtiger festgenommen. "Wir wissen nicht, warum das geschehen ist".

In der Nacht zu Montag ist ein Auto vor einer Moschee in eine Menschenmenge gerast. Die Muslime waren während des Fastenmonats Ramadan nach dem Ende eines Gebets auf der Straße. Sie helfen einem älteren Mann, der sich nicht wohlfühlt, als plötzlich ein weißer Lieferwagen auftaucht. Die genauen Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. Als "Vorsichtsmaßnahme" wird er zunächst in ein Krankenhaus gebracht und dort auch auf seine psychische Gesundheit untersucht. "Ich will alle Muslime töten!", wie der Augenzeuge Khalid Amin in der BBC berichtet. Das berichtete Toufik Kacimi, der Leiter des Gebetshauses, vor dem der Zwischenfall passierte, im britischen Sender Sky News. Denn ein wütender Mob habe sich auf den 48-Jährigen gestürzt, nachdem er den Lieferwagen verlassen hatte.

Nach Polizeiangaben gibt es bislang keine Erkenntnisse zu weiteren Verdächtigen. "Trotzdem gehen die Ermittlungen weiter".

Stunden nach dem jüngsten Anschlag in der britischen Hauptstadt steht mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit fest: Der Täter wurde von seinem Hass auf Muslime motiviert. Sie berief eine Krisensitzung ein. Sie teilte in der Früh mit: "All meine Gedanken sind mit jenen, die verletzt wurden, mit deren Angehörigen und mit den Rettungskräften am Unglücksort". Der Vorsitzende der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, zeigte sich "total schockiert".

Die Polizei hatte nach eigenen Angaben gegen 0.20 Uhr (Ortszeit, 1.20 Uhr) die ersten Notrufe erhalten.

Das Gebetshaus verurteilte den Vorfall: "Wir haben über Jahrzehnte sehr hart für eine friedliche und tolerante Gemeinschaft hier in Finsbury Park gearbeitet und verurteilen schärfstens jeden Akt des Hasses, der versucht, unsere wunderbare Gemeinschaft zu spalten", heisst es in einer Mitteilung, die das Muslim Welfare House im Internet veröffentlichte. Die Verantwortlichen riefen zur Ruhe auf: "Spekulationen über den Vorfall sind nicht hilfreich".

Eine Augenzeugin, Cynthia Vanzella, schilderte bei Twitter ihre Eindrücke vom Unglücksort: "Schrecklich Polizisten zu sehen, die Herzmassagen bei am Boden liegenden Menschen machen, verzweifelt hoffend, sie zu retten". Die Polizei riegelte die Gegend um die Seven Sisters Road ab.

Die Finsbury Park Moschee wurde schließlich 2003 von einem Großaufgebot der Polizei gestürmt und vorübergehend geschlossen. Acht der zehn Verletzten wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Mohammed Kozbar, der Vorsitzende der Moschee, sagte der Boulevard-Zeitung "The Sun": "Wer immer das getan hat, wollte Menschen verletzen".

Die Millionenstadt war erst kürzlich zum Schauplatz eines blutigen Terroranschlags geworden: Am 3. Juni hatten auf der London Bridge und am Borough Market drei Terroristen mindestens acht Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt.

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