Missbrauch einer 13-Jährigen - Bewährungsstrafe für Bekannten

Demonstranten vor dem Kanzleramt Die angebliche Entführung und Vergewaltigung einer 13-jährigen Russlanddeutschen sorgte Anfang 2016 über Deutschland hinaus für Aufregung

Nun ist er zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Dabei hatte der Angeklagte mit dem eigentlichen "Fall Lisa" nichts zu tun. Es geht entweder um kriminelle Flüchtlinge, um Behördenversagen, um Vertuschung auf höchster politischer Ebene oder aber um eine trostlose Kindheit in Berlin. Damit habe er dem Mädchen, das am Dienstag am Amtsgericht Tiergarten anwesend war, eine Vernehmung durch das Gericht erspart. Als sie äußerlich unverletzt wieder auftauchte, schilderte sie ein ungeheuerliches Verbrechen: Drei ihr unbekannte "Südländer" hätten sie im Auto verschleppt und in einer Wohnung vergewaltigt.

Der Fall hatte vor anderthalb Jahren bundesweit für Schlagzeilen gesorgt und auch international Wellen geschlagen. Es ist eine Geschichte, die wohl täglich in Deutschland passiert. Hunderte Russlanddeutsche demonstrierten damals in Berlin. Das Mädchen hatte keine Verletzungen, bei der Polizei hat es vier verschiedene Geschichten von seinem Verschwinden erzählt. Ihre Eltern meldeten sie als vermisst. Stattdessen war sie bei einem Freund untergeschlüpft. Der russische Außenminister Sergej Lawrow schaltete sich ein und warf deutschen Behörden vor, den Fall zu vertuschen. Diplomatische Spannungen sind die Folge, der Fall Lisa wird zum Lehrbuchbeispiel für die Macht von Gerüchten und dafür, welche Kreise Fake News auf der ganzen Welt ziehen können. "Aufgrund dieser Einlassung konnte das Gericht auf die Vernehmung der heute 15-jährigen Geschädigten, die sich als Nebenklägerin dem Verfahren angeschlossen hatte, verzichten". Sonst sieht man nicht viel von ihm, weil er sich die ganze Zeit eine Aktenmappe vor das Gesicht hält.

Die Polizei war auf den Fall aufmerksam geworden, als sie die Hintergründe des Verschwindens von Lisa Anfang 2016 ermittelt hatte.

Tatsächlich hatte sich Lisa bei einem 19-jährigen Bekannten versteckt - sie habe sich wegen Schulproblemen nicht nach Hause getraut, hieß es. Am Ende war S., ein Bekannter der Schülerin, wegen sexuellen Handlungen mit ihr einige Wochen vor der Lüge unter Verdacht geraten. Und Ismet S. wusste genau, wie alt Lisa war. In der Anklage wurde ihm ein sexueller Kontakt vorgeworfen, den er mit seinem Handy auch gefilmt habe. Der Mann sei sowohl in der polizeilichen Vernehmung als auch in der Verhandlung voll geständig gewesen, sagte die Sprecherin.

Berlin (dpa) - Ein Mann ist wegen sexuellen Missbrauchs einer 13-Jährigen sowie der Herstellung von Kinderpornografie zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Die Öffentlichkeit wird ausgeschlossen - das wäre wohl im gesamten Fall Lisa das Beste gewesen.

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