Nach Haft in Nordkorea: US-Student Otto Warmbier gestorben

Aus Nordkorea befreiter US-Student trägt schwere Gehirnverletzungen

Der kürzlich aus nordkoreanischer Haft freigekommene Student Otto Warmbier ist tot. Das teilte seine Familie am Montag in einem Statement mit, das mehreren US-Medien vorliegt. US-Präsident Donald Trump sprach in einer Stellungnahme Warmbiers Familie sein Beileid aus und verurteilte die Grausamkeit des nordkoreanischen Regimes. Er konnte zwar die Augen öffnen und blinzeln, es gab aber keine Anzeichen, dass er auf Sprache oder Aufforderungen reagieren konnte.

Der Student, der Nordkorea mit einer Reisegruppe besucht hatte, war im März 2016 wegen Diebstahls eines Agitprop-Posters und "Verbrechen gegen den Staat" zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Er soll versucht haben, in seinem Hotel ein Propagandaplakat zu stehlen. Kurz darauf fiel er offenbar ins Koma und wurde am Dienstag vergangener Woche in die USA zurückgeflogen.

Vorausgegangen waren intensive diplomatische Bemühungen von US-Aussenminister Rex Tillerson und dem schwedischen Aussenministerium, das die Interessen der USA in Nordkorea vertritt. Sie erfuhren erst kurz vor seiner Freilassung, dass ihr Sohn seit fast 15 Monaten im Koma liegt. Sie erhoben schwere Vorwürfe gegen die Regierung in Pjöngjang: "Die schreckliche qualvolle Misshandlung, die unser Sohn in den Händen der Nordkoreaner erdulden musste, hat leider kein anderes als dieses traurige Ende zugelassen", erklärten sie. Die behandelnden Ärzte fanden bei ihren Untersuchungen keine eindeutigen Hinweise auf die Ursache der neurologischen Verletzungen, aber auch keine Beweise für eine Nahrungsmittelvergiftung durch botuliniumtoxinhaltige Lebensmittel. Doch selbst die amerikanischen Ärzte konnten ihm nicht mehr helfen.

Vergangene Woche wurde Warmbier aus "humanitären Gründen" freigelassen und im Wachkoma liegend in die USA ausgeflogen. Nordkorea bezeichnete Trump als "brutales Regime".

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