Rechtsstreit zwischen Adidas und Puma beendet

Der „Stan Smith Boost“ gehört zu einer Reihe von Retro-Modellen die Adidas erfolgreich wiederbelebt hat

Adidas und Puma befinden sich seit ihrer Gründung durch die Brüder Adi und Rudolf Dassler in ständigem Konkurrenzkampf. Puma zog allerdings gestern den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurück, wie das Gericht mitteilte.

Puma wollte eigentlich erreichen, dass Adidas die Sneaker nicht mehr weiter vertreiben darf. Der "Stan Smith Boost" gehört zu einer Reihe von Retro-Modellen aus den 1970ern, die Adidas erfolgreich wiederbelebt hat. Beide Geschmacksmuster sind auf Puma angemeldet. Für diese Entscheidung nahm das Gericht in der mehrstündigen mündlichen Verhandlung auch die Schuhe in Augenschein und verglich sie mit dem von Puma hinterlegten Bild des Geschmacksmusters. "Den Beklagten soll aufgrund einer Verletzung eines europäischen Geschmacksmusters untersagt werden, das Modell 'Stan Smith Boost' anzubieten", hieß es in der Ankündigung des Landgerichts Braunschweig. Ergebnis: Aus Sicht der Kammer seien "wesentliche Unterschiede" zu erkennen. Der deutsche Sportartikelhersteller verdoppelte seinen Marktanteil bei Turnschuhen in den USA im ersten Quartal 2017 auf zehn Prozent.

Bei sogenannten Geschmacksmustern geht es um das Design eines Produkts, während Patente technische Erfindungen schützen. Zur New Yorker Modewoche im Jahr 2013 brachte der Konzern den Schuh zurück, verteilte ihn aber zunächst nur an ausgewählte Stars. Anders als bei anderen Adidas-Modellen sind auf diesem Modell nicht die berühmten drei Streifen auf die Seite genäht.

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