Rewe öffnet Online-Shop für andere Händler

Der Händler will sein Online-Geschäft weiter ausbauen und neben Lebensmitteln auch Küchen und Haushaltsgeräte verkaufen. Quelle dpa

Deutschlands zweitgrößter Lebensmittelhändler Rewe plant einen Online-Marktplatz rund um das Thema Lebensmittel, Küche und Haushalt. Hier hat sich die Handelskette früh auf unbekanntes Terrain vorgewagt. Finanziell gelohnt hat sich das bislang nicht, das Bestellen und Ausliefern von Lebensmitteln ist kostenintensiv. Nun wird das Geschäft um einen neuen Baustein erweitert: Erstmals öffnet Rewe einen Online-Marktplatz und bietet exklusiv ausgewählte Partner-Produkte an. "Gleichzeitig können sie beim gleichen Einkauf auch regionale und internationale Spezialitäten, Spielwaren, Tierbedarf, Parfüm und Kosmetik oder Geschenkartikel online auf rewe.de kaufen und sich per Paketservice liefern lassen", erklärt JJ van Oosten. Anfang Juli startet die erste Testphase mit zunächst fünf Partnern und 1.000 Kunden, danach sollen Stück für Stück weitere Partner und Kunden aufgeschaltet werden.

Das Ziel bestehe laut Rewe-Manager Jean-Jacques van Ossten darin, "dass Kunden eine zentrale Anlaufstelle für ihren gesamten Einkauf des täglichen Bedarfs haben", so Internet World.

Der Test von Rewe zeigt: Die etablierten Händler müssen umdenken. Im Bereich des Online-Handels mit frischen Lebensmitteln ist der REWE Lieferservice hierzulande Marktführer (IFH 2016). Erst vor wenigen Tagen hatte der Internetgigant Amazon angekündigt, für rund 13,7 Milliarden Dollar die US-Bio-Supermarktkette Whole Foods zu übernehmen und damit im großen Stil in den stationären Lebensmittelhandel einzusteigen.

Rewe geht den umgekehrten Weg - und hat einen klaren Vorteil. Damit wandelt sich Amazon vom reinen Online-Händler zum Multi-Channel-Verkäufer. Für die Partner eine lohnenswerte Kooperation - ganz ähnlich wie bei Amazons Marketplace.

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