Studie: Breite Mehrheit ist für Maßnahmen gegen Fake News

Gegen Fake News

Mehr als die Hälfte aller Internetnutzer in Deutschland haben einer Umfrage zufolge schon Erfahrungen mit sogenannten Fake News.

Im Kampf gegen Fake News sprach sich eine große Mehrheit für neue Regelungen aus. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der Landesanstalt für Medien NRW hervor. Demnach sind 80 Prozent der mehr als 1000 Befragten "voll und ganz" oder "eher" für neue Gesetze, die Facebook und andere Anbieter dazu verpflichten, Fake News schneller zu löschen. Nur eine Minderheit von acht Prozent vertritt die Auffassung, dass Falschnachrichten zur Meinungsfreiheit gehören, in Ostdeutschland liegt dieser Anteil bei 17 Prozent. Die Ergebnisse lagen der Deutschen Presse-Agentur vorab vor. Bei der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen waren es sogar 77 Prozent. Insgesamt ist bereits eine Mehrheit der Internetnutzer in Deutschland (59 Prozent) mit "Fake News" im Netz in Berührung gekommen. LfM-Direktor Tobias Schmid sagte, wenn es nicht gelinge, die Medienkompetenz besonders der Erwachsenen zu erhöhen, drohe eine weitere digitale Spaltung der Gesellschaft.

Die Bundesregierung plant derzeit schärfere rechtliche Möglichkeiten, gegen Lüge und Hass im Netz vorgehen zu können. Kritiker befürchten, dass mit Hilfe des Gesetzes in Deutschland Zensur Einzug halten könnte und Nachrichten zu Unrecht als falsch eingestuft werden könnten.

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