Viel zu viele Häuser auf dem Land

Eingerüstetes Haus

Doch die Analyse liefert auch Lösungsansätze.

Deutschlands Bauherren bauen in ländlichen Regionen nach Einschätzung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) viel zu viel.

In der Uckermark, der Prignitz sowie den drei südlichen Landkreisen Brandenburgs gibt es der Studie zufolge gar keinen Bedarf an Neubauten. Dem stehe ein zu geringer Neubau von Wohnraum in Berlin gegegenüber, teilte das Institut am Montag mit.

Beispielhaft zeigt sich das Missverhältnis zwischen Stadt und Land in Bayerisch-Schwaben.

Lediglich in Potsdam, Oberhavel, Teltow-Fläming sowie Cottbus und Frankfurt (Oder) sei der Bedarf nicht gedeckt, hieß es. Die Oderstadt ist dabei ein Sonderfall, weil hier die Zahl der Wohnungen sogar gesunken ist, obwohl eigentlich mehr gebraucht werden.

Besonders drastisch fiel die Fehlentwicklung im Kreis Nordsachsen aus: Obwohl keine Wohnungen benötigt wurden, stieg der Bestand um 209 an.

Kritik an der geforderten Beschränkung des Neubaus kommt vom Landkreistag: "Jede Kommune muss am besten wissen, wie sie ihre eigene Entwicklung betreibt", sagte ein Sprecher. Insgesamt seien in ländlichen Kreisen 20 Prozent mehr Wohnungen gebaut worden als benötigt. Immerhin: Im Jahr zuvor hatte der Anstieg noch sieben Prozent betragen. Dort errechneten die Forscher einen Bedarf von 135 neuen Wohnungen - gebaut wurden 219, was einer Deckung von 163 Prozent entspricht.

Ganz anders ist die Situation der Studie zufolge außerhalb der Ballungszentren. In den Städten wird der Wohnungsmangel dagegen immer größer. Nötig wäre platzsparendes Bauen, doch stattdessen konstatiert IW-Immobilienexperte Michael Voigtländer: "Wir stellen mit Schrecken fest, dass in ländlichen Regionen immer noch sehr viele Einfamilienhäuser gebaut werden". Dadurch gebe es "eine verstärkte Zersiedelung".

Eine weitere Folge seien sinkende Preise.

Laut IW veröden so die Dorfzentren zunehmend, während die kommunalen Infrastrukturkosten durch die Zersiedlung steigen.

Befördert wird die ungünstige Entwicklung laut IW-Studie von den Niedrigzinsen der vergangenen Jahre, die den Kauf einer Immobilie vergleichsweise günstig machen. Gleichzeitig würden "Neubauten gegenüber Altbauten bevorzugt". "In der Summe hätten wir eigentlich genug Wohnraum in Deutschland - wenn er an der richtigen Stelle wäre", sagt Stephan Kippes vom Immobilienverband Deutschland Süd.

Auf dem Land wird deutlich zu viel Wohnraum geschaffen, meint das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Nach einer 2016 veröffentlichten Schätzung des Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung stehen in ländlichen Regionen Deutschlands fast zwei Millionen Wohnungen leer. Um weiteren Leerstand zu vermeiden, rät das Institut zu einem Umdenken in der Kommunalpolitik.

Das IW empfiehlt den Kommunalverwaltungen in den entsprechenden Landkreisen eine Reihe von Gegenmaßnahmen - darunter den Verzicht auf die Ausweisung neuer Baugebiete.

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