Washington: US-Student Warmbier tot

Otto Warmbier starb in seiner Heimat in Wyoming

Der aus nordkoreanischer Haft entlassene US-Student Otto Warmbier ist tot. Und wenn ja, wie? Warmbier hatte während seiner Zeit in Nordkorea schwere Hirnschäden erlitten und wurde vor einer Woche im Wachkoma in die USA zurückgebracht. Zum Verhängnis wurde ihm, dass er in seinem Hotel versuchte, ein Propaganda-Plakat von der Wand zu entfernen, um es als Souvenir mitzunehmen. Das Urteil: 15 Jahre Arbeitslager. Bereits wenige Tage nach seine Heimkehr ist er am Montag gestorben. Nordkorea hatte erklärt, Warmbier komme "aus humanitären Gründen" frei.

Erst jetzt wird klar: Ein Grund zur Freude ist es nicht, denn der junge Mann liegt im Koma und ist nicht ansprechbar. Dort wurde er umgehend in die Klinik in Cincinnati gebracht. Ausgelöst möglicherweise durch Sauerstoffentzug. Zu aufgebracht ist die Stimmung nach dem Tod des 22-Jährigen. Im zweiten Absatz wird Trump politisch und stellt klar: Unschuldige Menschen dürften nicht in die Hände eines Regimes fallen, das keinen Respekt vor Gesetzen und Menschenwürde zeige. Die Führung in Pjöngjang hatte US-Diplomaten gegenüber angegeben, Warmbier sei in der Haft an Botulismus erkrankt - einer schweren Nahrungsmittelvergiftung. Die USA sollten solch "feindseliges Verhalten" nicht tolerieren, betont der Senator.

Auch der Republikaner Marco Rubio sprach auf Twitter von Mord.

Ob der US-Student unter Druck oder freiwillig ausgesagt hat, weiß man nicht. Er fordert in einem Tweet Vergeltung: "Nordkorea muss für diese Brutalität zur Verantwortung gezogen werden". Die US-Regierung hält sich bedeckt.

Ob und wie die Vereinigten Staaten reagieren werden, bleibt abzuwarten.

Mehrere Experten warnten allerdings vor militärischen Vergeltungsmaßnahmen. Weitere Sanktionen und Restriktionen schon wahrscheinlicher. Nun könnte der Tod von Warmbier die Washingtoner Politiker unter Zugzwang setzen.

Fahrkarte in die Freiheit für weitere Inhaftierte? Derzeit sind es noch drei Amerikaner und sechs Südkoreaner. Der tatsächliche Strippenzieher vor Ort war aber der Sonderbeauftragte des US-Außenministeriums, Joseph Yun, der mit einem medizinischen Team nach Pjöngjang gekommen ist, nachdem in einem Gespräch mit dem nordkoreanischen UN-Botschafter der schlechte Gesundheitszustand Warmbiers bekannt geworden war. Die qualvollen Misshandlungen, denen der 22-Jährige in Nordkorea ausgesetzt gewesen sei, hätten kein anderes Ergebnis als dieses ermöglicht, ließen die Eltern mitteilen. Moon Jae-in rügte Pjöngjang, keinen Respekt vor Menschenrechten zu haben. Das Interview mit einem ausländischen Medium sei noch nicht veröffentlicht worden.

Tillerson sagte, seine Gebete seien mit den Eltern Warmbiers. Nordkorea-Besuche für US-Touristen wurden aus dem Programm genommen. Im Außenministerium wird der Gedanke geprüft, ob man US-Bürgern Reisen nach Nordkorea grundsätzlich verbieten sollte. Die Reiseagentur mit Sitz im chinesischen Xian war 2008 von einem britischen Auswanderer gegründet worden.

Die Reiseagentur hatte die Tour organisiert, mit der der damals 21-jährige Warmbier Anfang vergangenen Jahres nach Nordkorea reiste.

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