Zahl der Toten bei Waldbrand in Portugal steigt auf 64

Ausgebrannter Lkw

Mindestens 62 Menschen starben in den Flammen, 50 weitere wurden verletzt - darunter auch acht Feuerwehrleute. Inzwischen liegt die Zahl der Todesopfer bei 39 Menschen. 135 Verletzte registriert, darunter 121 Zivilisten, zwölf Feuerwehrmänner und einen Militärangehörigen, teilte die Koordinierungsstelle für den Rettungsdienst (INEM) mit. "Wir haben die Feuerwehr angerufen, und sie sagten, dass sie gleich da sein werden - aber niemand ist gekommen", klagte María Céu Silva, eine der Überlebenden. Sie erlitten in den ersten Stunden des Löscheinsatzes schwere Verbrennungen.

Das Feuer war am Samstag gegen 14 Uhr (Ortszeit) ausgebrochen. Das Innenministerium erklärte, von den 63 Todesopfern seien bisher 25 identifiziert worden. Rund 2000 Feuerwehrleute, Soldaten und freiwillige Helfer versuchten das am Montag zu vermeiden.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres sagte am Sonntag, er sei bestürzt über den verheerenden Waldbrand. Ermittler fanden demnach einen Baum, der während eines Sommergewitters getroffen worden sein soll. In der Nacht auf Sonntag hatte sich Pedrogao Grandes Bürgermeister Alves noch davon überzeugt gezeigt, dass das Feuer gelegt wurde. Eine Landstraße, die von einer Flammenwalze überrollt wurde, verwandelte sich in eine tödliche Falle. Von dem Brand in der zentralen Bergregion in Pedrógão Grande sind mehr als 20 Ortschaften betroffen. Wie groß die durch den Brand betroffene Fläche ist, war zunächst nicht bekannt.

Knapp 700 Feuerwehrmänner kämpften am Abend mit mehr als 215 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen gegen die Flammen. Starke Winde hätten die Flammen weiter angefacht. Trockenheit, Temperaturen bis zu 40 Grad und starke Winde behinderten die Löscharbeiten. In einem offiziellen Statement des Portugiesen hieß es, der Generalsekretär habe mit dem Präsidenten Portugals, Marcelo Rebelo de Sousa sowie Premierminister António Costa gesprochen und seine tiefe Trauer ausgedrückt. Cristiano Ronaldo & Co. trugen im russischen Kasan Trauerflor.

Das Leiden stand den unzähligen Betroffenen der Region ins Gesicht geschrieben. Viele der Opfer verbrannten in ihren Autos bis zur Unkenntlichkeit, mehrere Dörfer wurden von den Flammen in Mitleidenschaft gezogen, Dutzende Häuser wurden zerstört. Nicht, wie Bürgermeister Alves zunächst behauptete, durch Brandstiftung. "Das ist ein echtes Inferno, wo etwas haben wir noch nie gesehen".

Lissabon. Brennende Bäume, verkohlte Autos: Portugals Wälder stehen noch immer in Flammen. Während die Feuerwehr einige Hundert Meter weiter die Flammen weiter unermüdlich bekämpfte, irrten am Sonntag einige Menschen in ausgebrannten Dörfern und Feldern umher, hilflos und verzweifelt. "Wir hatten weder Wasser noch Strom und wurden zu allem Übel unserem Schicksal überlassen", schimpfte auch António Pires. Er sei schockiert vom "Ausmaß der Tragödie", die sich am Wochenende im Norden Portugals ereignet hatte. Oder zumindest das Ausmass der Katastrophe etwa durch rechtzeitiges Sperren von Strassen in Grenzen halten können.

Eine andere Überlebende (64) klagt: "Was haben wir getan, dass wir das erleiden müssen?"

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