Zu sexy für den Unterricht: Hamburger Schule verbietet aufreizende Kleidung

Bridging

Hamburg - Sobald die Temperaturen steigen, werden die Klamotten kürzer. Einhergehend mit den steigenden Temperaturen, gewinnt auch das Thema zu freizügige Schulkleidung und die Frage nach dem " Was ist eigentlich angemessen?" wieder Aktualität. "Diese Kleidung unterscheidet sich deutlich von der Freizeitkleidung, weil sie dezent ist und Schultern, Dekolleté, Bauch und Po bedeckt", so steht es in der Haus- und Schulordnung der Domschule St. Marien im Hamburger Stadtteil St.

Das Gymnasium wolle mit dem neuen Passus darauf hinweisen, dass die Schule ein Ort des Arbeitens und des Lernens sei.

Als ob es nicht schon anstrengend genug wäre, bei 30 Grad im Mathe-Unterricht zu hocken: Eine Schule in Hamburg Eppendorf hat nun einen Dresscode für seine Schüler und Lehrer entworfen. In der Schulordnung heißt es jetzt unter anderem: "Auch bei sommerlichen Temperaturen ist auf zu freizügige Kleidung zu verzichten".

Zunächst waren nur Kapuzen, Mützen und Cappys während des Unterrichts untersagt. Darunter verstehen wir z. Es habe gehäufte Fälle "von eindeutig eher für den Strand geeigneten Outfits" gegeben. Es sei aber die Aufgabe von Schulen, Werte und Regeln für einen respektvollen Umgang zu ermöglichen.

Angemessene Alternativen können die Schülerinnen und Schüler im Schulshop erweben: Dort gibt es zum Beispiel Schul-T-Shirts für 20 Euro.

Die Unterstützung in beiden Gremien ist offenbar groß gewesen. In Punkt 6 der Schulordnung wird zusammengefasst: "Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft haben eine der Institution Schule und der Atmosphäre des Lernens und Lehrens angemessene Kleidung zu tragen".

Die Debatte um Kleidervorgaben an deutschen Schulen gibt es bereits seit Jahren. Es gibt auch keine Vorgaben der Behörden.

Die Entscheidung trifft bei den Schülern auf geteiltes Verständnis. Allerdings enthält die bislang gültige Fassung einen Abschnitt, in dem die Konsequenzen bei Verstößen gegen die Hausordnung aufgeführt sind. Dort sagt der Paragraph 31 klipp und klar: "Die Schule legt in der Hausordnung Näheres über die Rechte und Pflichten der Schülerinnen und Schüler (.) fest". So zitiert das Abendblatt eine Schülerin der Mittelstufe: "Ich finde, wir sollten selbst entscheiden dürfen, was wir anziehen - und außerdem sehe ich überhaupt nicht, wozu wir so eine Verordnung brauchen".

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