Anleger machen nach Dax-Rekordhoch erst einmal Kasse

Dax nimmt Kurs auf Rekordhoch

Von den Börsen in Übersee kam kein Rückenwind: Die Wall Street hatte am Dienstag ihrem jüngsten Höhenflug ebenfalls Tribut gezollt und schwächer geschlossen. Am Nachmittag behauptete der deutsche Leitindex noch ein minimales Plus von 0,02 Prozent auf 12 892,10 Punkte. Dazu hatte der deutliche Rutsch der Ölpreise die Stimmung belastet.

Auch die deutschen Nebenwerte-Indizes zeigten Ermüdungserscheinungen. Marktbeobachter Jens Klatt kritisierte in diesem Zusammenhang die Sorglosigkeit der Anleger, die sich in dem aktuell sehr niedrigen Stand des "Angstbarometers" VDax New widerspiegele. Gezahlt hatte der Medienkonzern ursprünglich weniger als die Hälfte. Der Verkaufserlös soll in weiteres Wachstum fließen.

Bei den Technologiewerten knüpften SLM Solutions mit plus 0,91 Prozent an den freundlichen Vortag an. Damit setzten die Anteilsscheine des Versorgers ihre Rally fort - sie hatten schon zuletzt von positiven Analystenkommentaren profitiert. In den USA bietet Amazon seinen Prime-Kunden mit der "Prime Wardrobe" eine neue Möglichkeit, Mode zur Anprobe nach Hause zu bestellen. Im Dax büßten Commerzbank 1,34 Prozent ein. Die Zalando-Anleger fürchteten damit offenbar eine Verschärfung des Wettbewerbs. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,38 Prozent auf 3593,01 Punkte vor.

Ähnlich erging es im Kleinwerte-Index SDax den Titeln der Startup-Schmiede Rocket Internet, die sich um weitere 2,45 Prozent erholten. Beim Börsengang des Essens-Lieferdienstes Delivery Hero (Lieferheld, Pizza.de, Foodora), an dem Rocket Internet mit gut einem Drittel beteiligt ist, zeichnet sich laut Management eine gute Nachfrage nach den Aktien ab.

Am Montag waren sowohl der US-Leitindex Dow Jones Industrial, als auch der marktbreite S&P-500-Index so hoch gestiegen wie niemals zuvor. Die Notierungen für den wichtigen Rohstoff gaben am Mittwochmorgen weiter nach. Gegen Mittag bröckelte das Plus aber ab und lag noch bei 0,33 Prozent auf 12 932,08 Punkte. Für die jüngst ebenfalls stark gelaufenen Aktien von Konkurrent RWE ging es indes um 0,15 Prozent bergab, nachdem das Analysehauses Kepler Cheuvreux zum Verkauf geraten hatte. Der Bund-Future gewann 0,13 Prozent auf 164,80 Punkte.

Eine Kaufempfehlung der US-Bank Merrill Lynch bescherte Eon einen Kursanstieg von 1,95 Prozent. Der Dollar kostete damit 0,8964 (0,8929) Euro.

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