Explosion am Hauptbahnhof in Brüssel - verdächtiger niedergeschossen

Belgisches Militär und Polizei im Einsatz rund um den Hauptbahnhof von Brüssel

Der Vorfall werde als "terroristischer Angriff" eingestuft, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Eric Van Der Sypt, am Dienstagabend vor Journalisten. Die Behörden hätten seinen Tod erst bestätigen können, nachdem Spezialisten des Bombenräumkommandos ihre Arbeit getan hätten. Zuvor war der Verdacht geäußert worden, dass der Mann einen Sprengstoffgürtel umgeschnallt habe.

Brüssel. Bei einer Terror-Attacke am Brüsseler Zentralbahnhof konnte Schlimmeres verhindert werden.

Es gab nach Angaben der Staatsanwaltschaft zunächst eine kleine und anschließend eine etwas größere Explosion. Opfer gab es keine.

Die Terrorgefahr in der belgischen Hauptstadt wird seit den Anschlägen auf den Flughafen und eine U-Bahn-Station im EU-Viertel im März 2016 nach wie vor als hoch eingeschätzt. Selbstmordattentäter hatten damals 32 Menschen mit in den Tod gerissen. "Wir beschränken uns auf die Fakten, deren wir uns sicher sind", sagte Van der Sijpt weiter. Ein belgischer Soldat schoss am Dienstagabend im Zentralbahnhof einen Angreifer nieder, der "Allah-u Akbar" (Gott ist groß) gerufen und ihn attackiert hatte. Die Behörde teilte mit, dass es sich bei dem Terroristen um einen 36-Jahre alten Marokkaner gehandelt habe, der im Brüsseler Problemstadtteil Molenbeek gemeldet war.

Denn so sehr die unmittelbar Betroffenen in Angst und Schrecken versetzt wurden, so aufgeregt auch kurz nach der Tat in sozialen Medien berichtet wurde - nur wenige Hundert Meter entfernt vom Tatort scheint die Brüsseler Innenstadt irgendwie unberührt vom Geschehen. Der Bahnhof wurde zusammen mit dem 200 Meter entfernten Grand Place evakuiert, einem der beliebtesten Touristenattraktionen der belgischen Hauptstadt. Er kündigte eine Sitzung des Sicherheitsrats am Mittwochmorgen an.

Belgischen Medienberichten zufolge trug der Verdächtige eine Sprengstoffweste. Der Polizeisprecher konnte das jedoch nicht bestätigen.

Uhr: Laut Augenzeugenberichten gab es Explosionen oder Schüsse im Bahnhof Central in Brüssel. "Vor meiner Nase. Dann ein Knall nach dem anderen".

Im Zentralbahnhof und an den Gleisen war nach der Explosion Panik ausgebrochen.

Die Nachrichtenagentur Belga berichtete, der Mann habe, nachdem er niedergeschossen worden war, zunächst lange im Bahnhof auf dem Boden gelegen. Der nahegelegene Große Platz, Hauptsehenswürdigkeit Brüssels, wurde nicht geräumt. Der geräumte Bahnhof werde durchsucht. Auch umliegende Gebäude wurden geräumt. Die Lage sei unter Kontrolle. Ein Regierungssprecher sagte, Premierminister Charles Michel und Innenminister Jan Jambon verfolgten die weitere Entwicklung.

In Brüssel patrouillieren an zahlreichen Orten Soldaten, nachdem die Spur der Attentäter von Paris, die im November 2015 130 Menschen töteten, in die belgische Hauptstadt führte.

Bei dem getöteten Attentäter soll es sich um einen 37-Jährigen aus der als Islamisten-Hochburg bekannten Brüsseler Gemeinde Molenbeek handeln.

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