Hacker-Angriff auf Katars Nachrichtenagentur nachgewiesen

Mit dem Krieg im Gepäck

Ein US-Medienbericht sagt nun unter Berufung auf Angaben des FBI, dass die Krise auf eine von russischen Hackern initiierte Fehlinformationskampagne zurückzuführen sei. Trump bekräftigte, dass ein einheitlicher Golfkooperationsrat unabdingbar für die Bekämpfung des Terrorismus und die Förderung regionaler Stabilität sei.

"Während meiner Reise in den Mittleren Osten habe ich betont, dass radikale Ideologien nicht länger finanziert werden dürfen", twitterte Trump am Dienstag triumphierend: "Die Führer haben auf Katar gezeigt - und siehe da!"

Kurz darauf hatte Katars staatliche Nachrichtenagentur QNA eine Stellungnahme von Katars Emir Al-Thani herausgegeben, in der er sagte, Iran sei eine "Islamische Macht", eine Aussage, die Katar später bestritten hat mit der Behauptung, QNAs Webseite sei "gehackt" worden. Eine Sprecherin der Botschaft Katars in Washington sagte, die Ermittlungen dauerten noch an. Auf die Frage, ob Saudi-Arabien einen Machtwechsel in Katar herbeiführen wolle, antwortete al-Dschubeir: "Wir wollen, das die Katarer ihre gemachten Zusagen erfüllen".

Die USA seien kurz vor der Beendigung der diplomatischen Beziehungen mit Katar über den Schritt Saudi-Arabiens unterrichtet worden. Doch der Boykott von Katar bedeutet eine brisante Zuspitzung - mit möglichen Konsequenzen über die Region hinaus.

Die Reaktionen des US-Präsidenten und seiner Minister auf die verschärften Spannungen zwischen den arabischen Ländern in der Golf-Region sind alles andere als stringent.

► Bürger Katars wurden benachrichtigt, dass sie innerhalb von 14 Tagen Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate verlassen sollen. Des Weiteren bleibt offen, zu welchen Konzessionen Katar bereit ist, um sich mit den Nachbarstaaten zu versöhnen. Jordanien kündigte unter anderem an, die Lizenzen für den Ableger des katarischen Nachrichtensenders Al-Dschasira in Amman zu entziehen.

Isolation Saudi-Arabien, die VAE, Bahrain, Ägypten und der Jemen hatten am Montag alle diplomatischen Kontakte zu Katar abgebrochen. CNN berichtete, die Bundespolizei FBI habe Ende Mai ein Team von Ermittlern in die Hauptstadt Doha geschickt, um die Regierung bei der Aufklärung des mutmasslichen Hackerangriffs zu unterstützen.

"Was uns vorgeworfen wurde, basiert allein auf Fehlinformationen und wir denken, dass die ganze Krise auf falschen Informationen basiert", sagt er der CNN-Moderatorin Becky Anderson. Sollten sich die Vorwürfe gegen Russland bestätigen, würde das auf russische Bemühungen zur Untergrabung der US-Außenpolitik hinweisen. Die US-Geheimdienste waren bereits vergangenes Jahr zu dem Schluss gelangt, dass Russland hinter Hackerangriffen während des US-Wahlkampfs steckte. Die USA und die Anti-IS-Koalition seien Katar dankbar für die Unterstützung. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat sich gegen das Vorgehen gegen Katar ausgesprochen und sich um Vermittlung bemüht. Katar verwahrte sich gegen die Vorwürfe der Terrorunterstützung und warf vor allem Saudi-Arabien vor, es politisch bevormunden zu wollen. Katar ist nunmehr weitgehend isoliert.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief laut Élysee-Palast zur "Einheit und Solidarität" zwischen den Golfstaaten auf und zur Unterstützung "aller Initiativen, die eine Beruhigung begünstigen".

Unterdessen untersagten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Medienberichten zufolge jede Sympathiebekundung für Katar.

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