Israel beginnt mit Bau neuer Siedlung

Netanyahu stolz auf neue Siedlung

Unmittelbar vor einem neuen Vermittlungsversuch der USA hat Israel erstmals seit 25 Jahren mit dem Bau einer ganz neuen Siedlung im Westjordanland begonnen.

Schamir Damit errichtet Israel zum ersten Mal seit 1992, als der Likud-Politiker Jitzchak Schamir noch Ministerpräsident war, offiziell eine neue Siedlung im Westjordanland.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat am Dienstag das Bild eines Bulldozers getwittert - begleitet von der Erklärung, im Westjordanland habe der Bau einer neuen Siedlung begonnen. Bisher wurden vor allem bestehende Siedlungen ausgebaut. Doch kurz zuvor sorgt der erste Bau einer neuen israelischen Siedlung seit Jahrzehnten für Streit. Ein Sprecher des palästinensischen Präsidenten Abbas bezeichnete den Siedlungsstart als Versuch, die Friedensgespräche zu unterlaufen.

Der Zeitpunkt des Baubeginns fällt zusammen mit dem Besuch von Jared Kushner, dem Berater von US-Präsident Trump, der morgen zu einem neuen Vermittlungsgespräch in Israel erwartet wird.

Trump hatte die Region vor einem Monat besucht und setzt sich für eine Wiederaufnahme der seit mehr als drei Jahren brachliegenden Friedensverhandlungen beider Seiten ein. Nach Medienberichten will er dabei Gespräche mit Netanjahu und Abbas führen. Sie sollen eine neue Friedenslösung zwischen Israelis und Palästinensern ausloten. "Es gab noch keine Regierung, die besser für die Siedlungsbewegung war als unsere, und es wird auch keine geben", schrieb Netanyahu bei Twitter.

Das israelische Sicherheitskabinett hatte den Bau der neuen Siedlung in der Nähe von Ramallah bereits Ende März gebilligt.

Dies löste damals scharfe internationale Proteste aus. Damals mussten 40 Familien ihre mobilen Häuser verlassen. Israel hatte während des Sechstagekriegs im Juni 1967 unter anderem das Westjordanland sowie den arabischen Ostteil Jerusalems erobert.

Mittlerweile leben im Westjordanland und Ost-Jerusalem rund 600.000 israelische Siedler.

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