Schatzkanzler: Verkleidung des Grenfell Towers war verboten

Brennender Grenfell Tower in London

Die Polizei rechnet nun mit 79 Toten - doch auch diese Zahl ist nicht endgültig. Am Mittag wurde der Opfer landesweit mit einer Schweigeminute gedacht. Die Suche nach der Brandursache im Grenfell Tower geht weiter.

Insgesamt 79 Menschen seien tot oder noch vermisst, "und traurigerweise" müsse er davon ausgehen, dass auch die Vermissten tot seien, sagte Cundy vor Journalisten. Sie fürchtet, es könne mehr als 60 geben. Einige der Toten könnten womöglich nie identifiziert werden, weil sie so schwer verbrannt seien, hatte er vor der Bekanntgabe der neuen Zahl gesagt.

Bisher wurden offiziell fünf Opfer identifiziert. Bei dem Feuer im Grenfell Tower waren in der Nacht auf Mittwoch mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. In dem Sozialblock lebten bis zu 600 Menschen in mehr als 120 Wohnungen. Am Sonntag waren noch 18 Verletzte im Krankenhaus, neun von ihnen noch immer in kritischem Zustand.

Bürgermeister Sadiq Khan versprach umfassende Aufklärung. Die Tragödie sei eine "Folge von Fehlern und Nachlässigkeiten" der politisch Verantwortlichen, sagte der Labour-Politiker dem Sender BBC.

Die Ursache für den Brand war weiter unklar, doch verstärken sich Vermutungen, sie könne mit der jüngsten Renovierung des 24-stöckigen Gebäudes zusammenhängen. Überlebende und Angehörige der Todesopfer werfen den örtlichen Behörden vor, diese hätten die zahlreichen Hinweise und Warnungen hinsichtlich der Sicherheitsmängel in dem Sozialwohnungsbau missachtet.

Cundy sagte, es sei schwer, die von dem Feuer angerichtete Verwüstung in Worte zu fassen.

Der britische Brandschutz-Experte Jon Hall nannte den Brand im Grenfell Tower einen Unfall, wie er in der "Dritten Welt" vorkomme. (Gerechtigkeit für Grenfell). Premierministerin Theresa May sicherte den Opfern 5 Millionen Pfund (etwa 5,7 Millionen Euro) Unterstützung zu. Sie fordern darüberhinaus unabhängige strafrechtliche Ermittlungen. Die Beamten riefen auf Twitter dazu auf, den Bereich zu meiden, machten jedoch keine weiteren Angaben. Cundy versicherte mehrfach, die Polizei werde alles tun, um die verständlichen Fragen der Hinterbliebenen zu den Ursachen des Großbrands zu beantworten. Sollte er zudem auf Sicherheitsprobleme stoßen, werde er sofort alle "maßgeblichen Behörden informieren". Am Grenfell Tower verneigten sich Mitglieder der Bergungsmannschaften, die in dem ausgebrannten Hochhaus nach Opfern suchen.

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