Irakische Armee: IS sprengt berühmte Nuri-Moschee in Mossul

Die Al-Nuri-Moschee mit ihrem schiefen Minarett in einer Archivaufnahme von 2009

Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) habe das symbolträchtige schiefe Minarett (al-Hadba) der umkämpften Stadt Mosul gesprengt, erklärte die irakische Armee am Mittwochabend, auch die dazu gehörende Al-Nuri-Moschee liege in Trümmern. Ein Armeeführer teilte weiter mit, als die irakischen Kräften an der Moschee ankamen, hätten sie die Zerstörung bemerkt. Das ist aus einem besonderen Grund bemerkenswert: In dem Gotteshaus hatte IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi 2014 das "Kalifat" der Dschihadisten ausgerufen. Kurz vor den Explosionen waren Anti-Terroreinheiten der irakischen Streitkräfte bis auf 50 Meter an die Moschee in der Altstadt von Mossul herangerückt.

Die von einer US-geführten Koalition unterstützte Offensive zur Vertreibung des IS aus ihrer ehemaligen Hochburg begann im Oktober 2016. Die Altstadt ist der letzte Bezirk, der noch vom IS kontrolliert wird. Kurz vor dem Auftritt von al-Baghdadi hatten IS-Kämpfer die zweitgrößte Stadt im Irak überrannt.

Die komplette Eroberung der Stadt wäre faktisch das Ende des selbst ernannten Kalifats des IS im Irak.

Die Meldung kam am Mittwoch, nachdem staatlichen Medien zufolge irakische Truppen in der IS-Hochburg Mossul weiter gegen die Terrormiliz Islamischer Staat vorgerückt sind. Der Kampf um Mossul dauert schon seit acht Monaten hat.

Berühmt ist die Moschee nicht zuletzt wegen ihres schiefstehenden Minaretts, das vom Einsturz bedroht ist. 850 000 Menschen flüchteten vor der Gewalt. Es wird auch "Al-Hadba" ("Die Gekrümmte") oder scherzhaft "Der schiefe Turm von Mossul" genannt. Es war zunächst unklar, wie sehr die Moschee durch die Explosion in Mitleidenschaft gezogen wurde.

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