"Kepler" erspäht mehr als 200 mögliche neue Planeten

Sie sind also weder zu nah an den Sternen - dann wäre es auf der Planetenoberfläche zu heiß - noch zu weit entfernt - dann wäre es zu kalt.

Die Mission mit dem gerade noch hingebogenen Akronym PLATO ("PLanetary Transits and Oscillations of stars") steht unter der Leitung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und ist für 2026 angesetzt. Damas hieß es, dass das Projekt spätestens 2024 in Angriff genommen werden soll. „Mehr als 3000 Exoplaneten wurden bisher gefunden.

Es konnte aber nur ein kleiner Teil der Galaxie eingesehen werden. Das soll die Mission Plato nun ändern. Wenn ein Planet vor seinem sonnenähnlichen Stern vorbeizieht, verändert sich aus Sicht des Beobachter nämlich die Helligkeit des Sterns durch den Schattenwurf geringfügig.

Mit Hilfe des Kepler-Weltraumteleskops haben Nasa-Forscher außerhalb unseres Sonnensystems zehn neue erdähnliche Planeten entdeckt. Um das Unterfangen zu finanzieren hoffe man laut ESA in den kommenden Monaten auch auf Unterstützung aus der Industrie. Vermutlich gibt es in unserem Universum unzählige Planeten. Wenn alles planmäßig verläuft, wird das Weltraumteleskop aus etwa 1,5 Millionen Kilometer Entfernung von der Erde - vom sogenannten Lagrange-Punkt L2 aus - das All nach winzigen Helligkeitsschwankungen von Sternen absuchen, erklärte Exoplanetenforscher Lucca Fossatti vom Grazer Institut für Weltraumforschung gegenüber der APA. Mit dieser Methode kann neben dem Durchmesser eines Planeten auch der Abstand vom zentralen Stern sowie mittels feinster Schwingungen des Sternenlichts auch das Alter des Sterns abgeschätzt werden. Mit der Unterstützung von erdgebundenen Teleskopen werden danach Masse und Dichte des Planeten errechnet, um so Ähnlichkeiten bzw. "Alle Messdaten geben zum ersten Mal Aufschluss darüber, ob unsere Erde eine einsame Ausnahme unter den vielen Milliarden Planeten in unserer Milchstraße ist, oder ob andere, erdähnliche Himmelskörper existieren", sagt Manuel Güdel vom Institut für Astrophysik der Universität Wien.

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