Portugal durch späten Ausgleich Mexikos geschockt

Rund um die Fußball-Arena gab es strikte Kontrollen

Mexiko hat Portugal einen Strich durch die Rechnung gemacht und dem von Weltfußballer Cristiano Ronaldo angeführten Europameister einen optimalen Start in den Confed Cup verdorben. Nach dem Wirbel um die Steuer-Anschuldigungen und den kolportierten Gedanken an einen Abgang bei Real Madrid konnte auch Ronaldo zu selten für Glanzmomente sorgen. Der Real-Superstar nahm nicht wie vorgesehen an der Pressekonferenz teil, obwohl dies für den zum "Man of the match" gekürten Akteur üblich ist. Darunter auch Ronaldo, der in der 20. Minute einen Freistoß-Nachschuss aus 17 Metern an die Latte hämmerte. Nach einer verrückten Schlussphase verpasste Portugal trotz einer Gala-Vorlage des Superstars den erhofften Auftaktsieg bei seiner Confed-Cup-Premiere.

Beim Stand von 0:0 wurde ein Treffer von Portugals Nani in der 21. Minute nicht gegeben. Zunächst schien es als habe Ronaldo sich auf der linken Seite verdribbelt, ließ dann aber Diego Reyes und den überforderten Salcedo aussteigen - mühelos schob Quaresma den Ball zur Führung ein. Nur wenig später jubelte Portugal das erste Mal - allerdings vergebens.

Nach der Pause dominierten weiter die Mittelamerikaner, vor dem Tor fehlte allerdings zunächst die letzte Konsequenz. Mexikos kolumbianischer Coach Juan Carlos Osorio befand: "Wir haben gegen ein sehr, sehr starkes Team gespielt und waren mindestens genau so gut wie sie".

Laut FIFA-Angaben wurde er medizinisch behandelt. Der Torschütze konnte in der 40. Minute einen sensationellen Hackenpass von Ronaldo nicht verwandeln - es wäre vielleicht schon die Vorentscheidung gewesen. "Als Cristiano viel Platz hatte, herrschte Alarm bei Mexiko".

So kamen die Mexikaner, die mit ihrer siebten Confed-Cup-Teilnahme den Rekord von Brasilien einstellten, noch einmal zurück. Nach einem Patzer des Dortmunders Raphaël Guerreiro war Chicharito zur Stelle und erzielte per Flugkopfball seinen 48. Treffer im Nationaltrikot. Quaresma hatte bei seinem neunten Länderspieltreffer keine große Mühe, da ihm Ronaldo den Ball perfekt vorgelegt hatte. Auch in der Mixed Zone, wo die Profis Fragen der Journalisten beantworten, äußert sich Ronaldo nicht.

Auch nach dem 2:1 durch Cedric (86.) kam der Videobeweis zum Einsatz - das Tor zählte aber. Doch in der Nachspielzeit ließ Moreno die Mexikaner erneut jubeln. Sanktionen vom Fußball-Weltverband hat Ronaldo dem ersten Vernehmen nach allerdings nicht zu befürchten. "Es ist nicht das Ergebnis, das wir wollten", so Portugals Kapitän.

Seit Bekanntwerden der gravierenden Steueranschuldigungen gegen ihn in der vergangenen Woche hat sich Ronaldo noch nicht ausführlich öffentlich geäußert. "Wir machen uns keine Sorgen, es geht uns gut, wir sind ruhig".

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