Studie: Zeitarbeitsfirmen stellen am häufigsten Flüchtlinge ein

Zeitarbeitsfirmen stellen am häufigsten Flüchtlinge ein. Das ergab eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

"94 Prozent der Betriebe in Deutschland sind Kleinbetriebe, die stellen üblicherweise nur selten jemanden neu ein."
Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht, hatten im vierten Quartal 2016 rund 13 Prozent der Firmen aus der Zeitarbeitsbranche einen seit 2014 nach Deutschland gekommenen Flüchtling eingestellt. 16 Prozent der Betriebe planten Ende 2016 die Einstellung von Geflüchteten, acht Prozent eine Ausbildung. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert für die Gesamtwirtschaft lag bei etwa 3,5 Prozent.

Erfahrungen, die neben Einstellungen auch Vorstellungsgespräche und Bewerbungen umfassen, hatte im vierten Quartal 2016 sogar schon jede vierte Zeitarbeitsfirma gesammelt. Nach den Zeitarbeitsfirmen folgten die Bereiche Gastgewerbe sowie Erziehung und Unterricht mit jeweils knapp 16 Prozent und der Bereich Metalle und Metallerzeugung mit gut dreizehn Prozent. Die Erfahrung aller Betriebe in Deutschland lag im gleichen Zeitraum bei zehn Prozent.

Die besten Chancen hätten Geflüchtete derzeit bei Groß- und Mittelbetrieben, vor allem bei jenen, die viele Arbeitskräfte mit ausländischer Nationalität beschäftigen. Schlechte Deutschkenntnisse und unzureichende berufliche Qualifikationen der Zuwanderer seien aus Betriebssicht noch immer die Haupt-Einstellungshemmnisse. Hier seien erhebliche Anstrengungen des Staates, der Betriebe und der Geflüchteten selbst notwendig, damit diese Bevölkerungsgruppe künftig einen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs leisten kann, schreibt das IAB.

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