Aktienkurs von Airbaghersteller Takata verliert 52 Prozent

Rund 100 Millionen Autos mussten wegen defekter Airbags zurückgerufen werden Bild AFP

Das Unternehmen teilte dazu mit, trotz der Medienberichte um einen angeblich geplanten Antrag auf Gläubigerschutz an diesem Freitag oder am kommenden Montag sei gegenwärtig keine Entscheidung gefallen. 42 Millionen Fahrzeuge mussten weltweit aufgrund defekter Airbags der Japaner zurückgegeben werden. Ein BMW-Sprecher sagte: "Takata ist ein Zulieferer, auf den wir auch in Zukunft nicht verzichten wollen".

Mit einem solchen Schritt sollen Verluste etwa von Geldgebern im Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens begrenzt werden.

Nach Berichten über eine bevorstehende Insolvenz hat die Aktie des angeschlagenen japanischen Airbagherstellers Takata weiter dramatisch verloren. Takata erklärte am Donnerstag (22. Juni), es sei noch keinerlei Entscheidung getroffen worden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur würde das Geschäft in Europa davon nicht betroffen sein. "Wir verfügen über gute und unterstützende Kundenbeziehungen in Europa". Die Papiere sackten an der Börse in Tokio um weitere 55 Prozent auf 110 japanische Yen ab. Bereits in der vorigen Woche waren sie nach ähnlichen Berichten verschiedener Medien unter Druck geraten.

Angesichts gewaltiger Verbindlichkeiten in Höhe von umgerechnet mehr 8 Milliarden Euro wäre die Insolvenz des Autozulieferers die größte eines Produktionsunternehmens in der japanischen Nachkriegsgeschichte. Der Handel mit Takata-Papieren war zwischenzeitlich ausgesetzt worden. Anschließend werde Takata bei der Sumitomo Mitsui Financial Group Überbrückungskredite beantragen. Um einen konkreten Umbauplan wird den Angaben zufolge aber noch gerungen.

Defekte Airbags von Takata machen der Autoindustrie schon seit Jahren zu schaffen. Bei langer Einwirkung von Hitze und Luftfeuchtigkeit kann der Airbag bei einem Unfall zu stark auslösen. Demnach ist geplant, solide Bereiche wie die für Sitzgurte und Kindersitze in eine neue Firma auszugliedern - etwa Key Safety Systems. Mehr als 100 Millionen Airbags wurden zurückgerufen, davon allein in den USA 70 Millionen. Wegen der hohen Rückrufkosten schreibt Takata seit drei Geschäftsjahren in Folge tiefrote Zahlen.

Related:

Comments

Latest news

Sky gibt kein Angebot ab
Im Zuge dessen will man sich nun angeblich die Europa League sparen, das berichtet zumindest die " Wirtschaftswoche ". Einzige Hoffnung: " Sky " überlegt dem Vernehmen nach, ausgewählte Spiele auch unverschlüsselt zu senden.

Ein öffentliches Trauerspiel: Hausverbot für Walter Kohl
Aus gut unterrichteten Kreisen ist bekannt, dass für diese Teilstrecke angedacht ist, den Sarg per Schiff zum Dom zu bringen. Der Anwalt von Maike Kohl-Richter, Stephan Holthoff-Pförtner, warf Walter Kohl vor, bewusst einen Eklat zu inszenieren.

Becker will nicht pleite sein
Am Mittwoch um 11:23 Uhr fällte Richterin Christine Derret übereinstimmenden Medienberichten zufolge in London ihr Urteil. Sein Mandant wolle seine Finca auf Mallorca kurzfristig um sechs Millionen Euro beleihen, erklärte der Rechtsbeistand.

Schwere Unwetter und ein Tornado: Mindestens zwei Tote
Am Bremer Hauptbahnhof strandeten nach Angaben der Feuerwehr rund 600 Reisende, darunter vier Schulklassen aus Hamburg. Ein Feuerwehrmann zersägt am Donnerstag im niedersächsischen Ebstorf nach einem Unwetter einen umgestürzten Baum.

Entscheidung über neue Standorte für EU-Agenturen erst im November
Bei den aus London umziehenden Behörden handelt es sich um die EU-Arzneimittelagentur EMA und die Bankenaufsicht EBA. Nach einer von Tusk via Twitter verbreiteten Infografik soll die EU-Kommission die Kandidaturen bis zum 30.

Other news