Allianz streicht 700 Stellen in Deutschland

Allianz

Wie genau die Stellen abgebaut werden sollen, blieb aber zunächst unklar.

Fallen der Digitalisierung Arbeitsplätze zum Opfer?

Der Versicherungskonzern Allianz streicht laut 'SZ' in den kommenden drei Jahren in Deutschland rund 700 Stellen. Der Konzern investiere in die Digitalisierung, um Kunden besser und schneller bedienen zu können, so der Sprecher.

Den Angaben zufolge ist der Stellenabbau bei der Allianz der zunehmenden Digitalisierung geschuldet, aber auch einer Zusammenfassung von Verwaltungsstandorten. Fast 30 Prozent der Mitarbeiter in der betreffenden Abteilung sollten durch eine Maschine ersetzt werden. Das betrifft besonders den Bereich der Sachbearbeiter, die ein Drittel der Beschäftigten bei der Sach-, Lebens- und Krankenversicherung im Allianzkonzern ausmachen. Darüber spreche man gerade mit den Arbeitnehmervertretern und setze auf sozialverträgliche Lösungen - also zum Beispiel Altersteilzeit. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte als erste über die Pläne berichtet. Zudem sollen bis Ende 2020 Standorte in den Sparten Betrieb und Schaden zusammengelegt werden. So soll die Unfallversicherung bis 2020 nicht mehr in Berlin, München, Leipzig, Hamburg und Stuttgart verwaltet werden, sondern nur noch in Berlin und München. Demnach werfen viele Beschäftigte dem Management vor, auf dem Rücken der Belegschaft zu sparen, um die Rendite für die Aktionäre zu steigern. "Eine Reduktion von Stellen ist nicht das Ziel, aber eine der Konsequenzen dieser Veränderungen, die sich nicht vermeiden lassen", erklärte Allianz-Deutschland-Vorstand Ruedi Kubat in einem Beitrag im Intranet des Münchener Versicherers. Die Mitarbeiter müssten aber auch Flexibilität beweisen und gegebenfalls neue Tätigkeiten erlernen.

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