Arabische Staaten stellten 13 Forderungen an Katar

Türkei schickt Schiff mit Hilfsgütern nach Katar

Demnach habe Katar zehn Tage Zeit, die Forderungen umzusetzen.

Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am 5. Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den Staat am Persischen Golf verhängt. Nun haben sie eine Liste mit 13 Punkten vorgelegt.

Zu den 13 Bedingungen gehörten die Schließung des Senders al-Jazeera, eine Einschränkung der Beziehungen zum Iran, die Auflösung der türkischen Militärbasis in Katar und die Auslieferung aller designierten Terroristen, sagte ein Vertreter einer der vier Staaten heute der Nachrichtenagentur Reuters.

Die USA, die in dem Konflikt ebenfalls als Vermittler auftreten, hatte die Aufstellung einer Forderungsliste angeregt. Außerdem ist von einer Kompensationszahlung die Rede, deren genaue Höhe nicht beziffert wird.

Al Jazeera hatte in der Nacht unter Berufung auf Insider berichtet, die Forderungen seien an Katar übergeben worden. Darauf sind auch staatsnahe Stiftungen und Wohltätigkeitsorganisationen sowie der Ex-Innenminister aufgeführt - kaum vorstellbar, dass Doha in diesen Fällen nachgibt.

Die Krise zwischen dem Golf-Emirat Katar und seinen Nachbarstaaten treibt seltsame Blüten. Gerade auf die Türkei ist Katar im Moment aber stark angewiesen. Auch die Türkei entsandte erstmals ein Schiff mit Lebensmitteln in das Land, das auf Nahrungsimporte angewiesen ist. Ein Schiff mit rund 4000 Tonnen Trockennahrung, Früchten und Gemüse an Bord hatte am Donnerstag den Hafen von Izmir verlassen. Die Türkei hat bereits mehr als hundert Flugzeuge mit Hilfsgütern nach Katar geschickt, wie Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci mitteilte. Der gasreiche Wüstenstaat importiert einen Großteil der Nahrungsmittel. All dies habe innerhalb der nächsten zehn Tage zu geschehen.

Die Regierung in Doha hat bisher nicht auf die Forderungen reagiert.

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten morgens und abends direkt per Messenger auf Ihrem Smartphone. Weitere arabisch-islamische Staaten schlossen sich der Blockade an. Der schiitische Iran und das sunnitische Königshaus von Saudi-Arabien konkurrieren um die Vorherrschaft in der Region.

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