Commerzbank erwartet rote Zahlen im zweiten Quartal

Commerzbank

Europas Banken stehen unter massivem Druck und bauen Zehntausende Stellen ab. Doch der schnell voranschreitende Abbau von mehr als 9000 Stellen hat die Bilanz des Geldhauses verschlechtert.

Die Commerzbank rechnet im zweiten Quartal wegen hoher Kosten für den Konzernumbau mit roten Zahlen. Genaue Zahlen blieb die Commerzbank aber schuldig. Das Geldhaus legt am 2. August seine Zwischenbilanz vor. Sie sei zuversichtlich, "kurzfristig einen Rahmeninteressenausgleich und Rahmensozialplan abschließen zu können". Die Belastungen für die neue Strategie, die insgesamt geringer ausfallen als erwartet, sollen komplett in den Monaten April bis Juni verbucht werden, teilte Deutschlands zweitgrößte Bank mit. Zuletzt waren auf Vollzeitbasis rund 42 000 Menschen bei der Commerzbank beschäftigt.

Die Commerzbank leidet zudem wie viele andere Banken unter den niedrigen Zinsen, die die Einnahmen schmälern. Hinzu kommen spezifische Probleme wie vom Ausfall bedrohte Schiffskredite - angesichts der Krise der Containerreedereien. Für das Gesamtjahr 2017 gehe das Institut aber nach wie vor von einem positiven Ergebnis aus. Im vergangenen Jahr hatte die Commerzbank unter dem Strich 279 Millionen Euro verdient nach 1,084 Milliarden Euro im Jahr 2015. Die Verhandlungen mit den Arbeitnehmergremien seien "weit fortgeschritten". "Eine weitere Rückstellung wäre insoweit nicht vorgesehen".

Bisher hatte die Bank jeweils für dieses und kommendes Jahr 550 Millionen Euro an Restrukturierungsrückstellungen in Aussicht gestellt. Allerdings scheine es bei der Bank operativ schlechter zu laufen als gedacht.

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