Darüber wird auch geredet im Fahrerlager der Formel 1

Die Montreal Niederlage gegen Mercedes ändert nichts an Ferraris Favoritenrolle für Baku

Die Schlangenlinien des Kehrfahrzeugs auf dem frischen Formel-1-Asphalt nährten Sebastian Vettels Lust auf eine rauschende Siegerparty in Baku. "Da dachte ich: Was der zu trinken hatte, will ich auch".

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton jubelt nach dem Sieg in Kanada. Zugleich wähnt der Mercedes-Motorsportchef seinen Top-Piloten Hamilton "in der besten Verfassung, in der ich ihn erlebt habe, seit er vor fünf Jahren zum Team gestoßen ist". "Jetzt ist es entscheidend, dass wir das Entwicklungstempo mitgehen können", mahnte Vettel die Scuderia. Mehr dazu im Hilfebereich.

Der verpassten Chance in Kanada, als Vettel zuletzt nach verpatztem Start gerade noch Vierter wurde und damit erstmals in dieser Saison das Podium verpasste, will der Hesse nicht länger nachtrauern. "Es gehört dazu, dass man solche Rennen hat, in denen man nicht das Ergebnis bekommt, was rechnerisch drin war", dozierte der 29-Jährige. Um die bösen Geister aus dem letzten Jahr endgültig zu verscheuchen, wird Hamilton noch mehr denn je in Baku auf ein gutes hoffen. Der Deutsche führt vor dem achten Saisonrennen am Sonntag die Gesamtwertung mit zwölf Punkten Vorsprung auf Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton an. Hamilton, der wegen eines falschen Motorsettings über Hybridprobleme geklagt hatte, belegte beim Sieg seines damaligen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg nur den fünften Platz. Das Duell des Ferrari-Stars gegen Mercedes-Ass Hamilton elektrisiert die Fans und freut den neuen Formel-1-Besitzer Liberty Media. "Damals hatten wir so ein Polster, da konnten die Leute auch nach Hause gehen und die Füße hochlegen".

Zudem war der Brite im Vorjahr bei der Premiere in Baku mit dem Mix aus Vollgaspassage an der Meerespromenade und engen Kurven in der Altstadt nicht zurechtgekommen. "Druck gibt es immer, ich liebe so etwas". "Keine Pläne" habe er für einen Besuch ihres Konzerts am Samstag auf einer Bühne neben dem Fahrerlager, knurrte Hamilton. "‚Seb' wächst über sich hinaus, wenn er riecht, dass er wieder eine Weltmeisterschaft einfahren kann", gab es viel Lob für den Deutschen, der 2008 unter Berger seinen ersten GP-Sieg bei Toro Rosso gefeiert hatte und danach von 2010 bis 2013 mit Red Bull viermal in Folge Champion geworden ist.

Je drei Rennen haben Vettel und Hamilton in dieser dank der Ferrari-Auferstehung so spannenden WM gewonnen. "Die Dinge kommen zusammen. Kanada ist das einzige Wochenende in diesem Jahr, an dem sie nicht das Optimum herausgeholt haben". "Hoffentlich ist das nur der Anfang", sagte Vettel.

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