Interpol fahndet nach fünf VW-Managern

Das Volkswagen-Logo

Die amerikanische Justiz hat nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR fünf frühere Manager und Entwickler des Autokonzerns, gegen die in Übersee Anklagen vorliegen, weltweit zur Fahndung ausgeschrieben.

Ein Dieselmotor eines VW Golf 2.0 TDI.

Ein sechster Volkswagen-Angeklagte in den USA ist Oliver Schmidt. Nach fünf weiteren ehemaligen Führungskräften wird nun wohl auf der ganzen Welt gesucht. Das US-Justizministerium in Washington wollte sich dazu auf dpa-Anfrage nicht äußern.

Den Gesuchten werden demnach Verschwörung zum Betrug sowie Verstoß gegen die US-Umweltvorschriften vorgeworfen. Die USA zeigten, dass sie nach Straf- und Schadenersatzzahlungen von VW den Fall keineswegs zu den Akten legen wollten.

Anfang des Jahres hatte die US-Bundespolizei FBI bereits einen VW-Manager während eines Zwischenstopps in den USA am Flughafen in Miami festgenommen. Die US-Justiz befürchtet, dass er sich sonst nach Deutschland absetzen könnte, von wo ihm keine Auslieferung droht. Sein Prozess soll im Januar 2018 beginnen. Dort müssen die VW-Leute mit langen Haftstrafen rechnen.

Der damalige Vorstandschef habe Mitte 2015 von manipulierten Schadstoffmessungen bei Diesel-Fahrzeugen in den USA erfahren. Von der Zeitung wird gleichzeitig daran erinnert, dass auch in Deutschland von der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen rund 40 ehemalige und heutige VW-Beschäftigte ermittelt wird und "darunter befinden sich auch die fünf US-Angeklagten". Der 48 Jahre alte Manager war ein enger Mitarbeiter des ebenfalls in Amerika angeklagten Heinz-Jakob Neusser, der bis zur Aufdeckung des Abgasskandals im September 2015 bei der Marke VW Entwicklungschef war. In der Folge rutschte der Konzern in eine tiefe Krise, es wurden bereits Milliarden für Strafzahlungen zurückgestellt.

Daneben gibt es zahlreiche Klagen von Aktionären sowie zivilrechtliche Klagen von Autobesitzern, die Entschädigung von VW verlangen. Auch in Deutschland laufen strafrechtliche Ermittlungen - die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt wegen des Verdachts auf Betrug gegen fast 40 Beschuldigte.

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