Londoner Hochhausbrand durch Kühlschrank verursacht

Die britischen Behörden gehen davon aus dass rund 600 Hochhäuser allein in England eine ebenso leicht entzündbare Fassadenverkleidung wie der ausgebrannte Grenfell Tower in London haben

Offenbar löste ein defekter Kühlschrank den verheerenden Brand im Grenfell Tower aus.

Die Gebäudeverkleidung und die Isolierung hätten unterdessen Sicherheitstests nicht bestanden.

Der Hochhausbrand, der über Tage in dem Gebäude wütete, forderte mindestens 79 Todesopfer und zerstörte 150 Wohnungen.

Eine Sprecherin von Scotland Yard sagte in der britischen Hauptstadt, Brandstiftung könne ausgeschlossen werden. Die offizielle Untersuchung der Brandursache bestätigte damit amtlich Vermutungen, die schon in den britischen Medien kursieren.

Die Polizei untersucht daher unter anderem eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung. Die Ermittler hätten Unterlagen von mehreren Organisationen beschlagnahmt, sagte Fiona McCormack von Scotland Yard vor Reportern. Die Behörde untersuche allgemeine Sicherheitsverstöße und Verstöße gegen den Brandschutz. Man sehe sich alle Unternehmen an, die am Bau und an der Sanierung des Grenfell Tower beteiligt gewesen seien, hieß es weiter.

Viele Bewohner des 24 Stockwerke hohen Londoner Sozialbaus hatten keine Chance. Die Behörden und das zuständige Bauunternehmen waren stark in die Kritik geraten. Das Hochhaus war erst vor kurzem renoviert worden. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Flammen über die Fassadendämmung so rasch ausbreiten konnten.

Der Nachrichtensender Sky News berichtete, dass mehrere Verletzte nach dem verheerenden Brand wegen einer Blausäurevergiftung behandelt werden mussten.

Der Chef der oppositionellen Labour-Partei, Jeremy Corbyn, sprach vor den Abgeordneten von einem "Verbrechen".

Dramatischer Fakt: ein ähnlicher Hochhaus-Brand könnte sich jederzeit wieder ereignen, wie sich jetzt herausstellte, denn hunderte Hochhäuser in Großbritannien wurden mit ähnlichen Fassaden wie der Grenfell Tower ausgestattet. May hält es für wahrscheinlich, dass die Zahl weiter steigen wird.

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