Razzia in rechtsextremer Szene Thüringens und Niedersachsens

Razzia Rechtsextreme sollen Biwaks mit Waffen abgehalten haben

Ihnen wird vorgeworfen, paramilitärische Zeltlager - sogenannte Waldbiwaks - im Südthüringer Raum zu veranstalten oder an solchen Biwaks teilzunehmen. Es werde wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung gegen 13 Beschuldigte ermittelt. Sie sollen in Südthüringen bewaffnete Waldbiwaks (Biwak bezeichnet eine Art Nachtlager) organisiert oder daran teilgenommen haben.

Einige der Beschuldigten gehören demnach einer international agierenden rechtsextremen Bewegung an. Diese habe sich zum Ziel gesetzt habe, die Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland und anderer europäischer Staaten abzuschaffen.

An dem Einsatz frühen Morgen waren auch Spezialeinheiten des Bundes - wie die GSG 9 - und der Länder Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hessen und Thüringen beteiligt. Den Namen der Bewegung wollte die Staatsanwaltschaft aus datenschutzrechtlichen Gründen vorerst nicht preisgeben.

Die Polizei ist mit einer Razzia gegen die rechtsextreme Szene in Thüringen und Niedersachsen vorgegangen.

Bei dem Zusammenschluss handle es sich um "ein Sammelbecken von Holocaustleugnern und Neonazis", erklärte die Landtagsabgeordnete König-Preuss. Laut der Bundestagsabgeordneten Renner hat die Gruppe auch Verbindungen zur NPD, der rechtsextremen Partei "Dritter Weg" und zum Thüringer Pegida-Ableger Thügida. Laut LKA werden insgesamt 14 Objekte durchsucht. "Dies untersucht nun die Kriminaltechnik des LKA Thüringen", teilte die Sprecherin mit. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt. Darüber hinaus seien "rechtes Propagandamaterial, geringe Mengen Rauschgift sowie diverse Handys und Computer" gesichert worden. Die Staatsanwaltschaft Gera prüft, ob ein Haftantrag gegen ihn gestellt wird. Spezialeinheiten der Polizei haben nun zahlreiche Wohnungen kontrolliert und einen Mann verhaftet.

Während der Durchsuchungen leistete ein Mann erheblichen Widerstand gegen zwei Polizeibeamte, die dabei verletzt wurden.

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