Revolutionär: Chinas Olympia-Team spielt in der Regionalliga

China's President Xi Jinping meets FIFA President Gianni Infantino at the Great Hall of the People in Beijing © POOL REUTERS

Damals hatten der DFB, die Deutsche Fussball-Liga (DFL) und Vertreter der deutschen und der chinesischen Regierung eine weitreichende Vereinbarung beider Länder zur Zusammenarbeit im Fussball für zunächst fünf Jahre unterzeichnet. Der Verein betonte aber, dass es "Gesprächsbedarf und viele Diskussionen zum Vorschlag des DFB" gebe.

Ob dieses Modell tatsächlich umgesetzt wird, soll bei der Managertagung der Regionalliga am 11. Juli entschieden werden. Dazu muss man wissen, dass der rheinland-pfälzische Klub FK Pirmasens in der letzten Saison aufgrund komplizierter Regelungen aus der Regionalliga Südwest absteigen musste, dies als Tabellen-14. beziehungsweise Sechstletzter mit immerhin 42 Punkten. Für die Bundesligaklubs ist China schon lange ein Wachstumsmarkt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe einen entsprechenden Vertrag mit China aufgesetzt, der aber noch nicht unterschrieben ist.

Gestern Donnerstag sickerte nun eine Kooperation durch, die das kürzliche Stelldichein noch einmal in einem ganz besonderen Licht erscheinen lässt: Die chinesische U-20-Nationalmannschaft soll demnach künftig in der Regionalliga Südwest spielen, in Deutschlands vierter Liga.

Die vom DFB geplante vermeintliche "Eingliederung" der chinesischen U20-Nationalelf in die Regionalliga Südwest schlägt nach Bekanntwerden weiter hohe Wellen. "Wir haben das Gefühl, dass der DFB nicht mehr erkennt, wo die Grenze der Kommerzialisierung liegt", sagte Michael Welling, Präsident vom West-Regionalligisten Rot-Weiß Essen, der "Sport-Bild": "Wollen wir für 30.000 Euro wirklich die Seele des Fußballs verkaufen?" Laut Medienberichten haben alle Vereine ihre Zustimmung signalisiert. Alle Klubs wurden über die Anfrage der Chinesen, die ihre Mannschaft auf diese Art für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbereiten wollen, bereits informiert. "Bis dahin müsste eine Entscheidung fallen, denn dort wird auch der Spielplan fix gemacht".

Der Geschäftsführer der Regionalliga Südwest, Felix Wiedemann, freut sich zusammen mit den Teams auf die neue Herausforderung.

"Ich sehe den Plan vom Grundsatz her sehr positiv". Allerdings spielen die Chinesen außer Konkurrenz. Die Vereine reizen vor allem die finanziellen Konditionen.

Auch wenn eine Partie gegen die Chinesen "eine gute Vermarktungsmöglichkeit" biete, "sollte man den regionalen Bezug nicht komplett verlieren", erklärte Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp. Auch Marc-Nicolai Pfeifer von den Stuttgarter Kickers ist begeistert: "Eine großartige Idee".

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