Schwache Ölpreise machen dem Dax zu schaffen

Anleger machen nach Rekordhoch im Dax Kasse

In der ersten Handelsstunde verlor der Dax 0,20 Prozent auf 12 768,96 Punkte. Sie litten trotz der Ölpreiserholung weiter unter Sorgen um die Zinsentwicklung. Das Börsenbarometer bleibt damit in Reichweite seines kürzlich erreichten Rekordhochs. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen fiel um 0,60 Prozent auf 25 379,01 Punkte, der Technologiewerte-Index TecDax büßte 0,34 Prozent auf 2289,38 Zähler ein.

Die Titel des Chemiekonzerns BASF gehörten dagegen mit minus 0,79 Prozent zu den größten Verlierern, nachdem die Privatbank Berenberg die Beobachtung mit einer Verkaufsempfehlung aufgenommen hatte.

Bereits am Dienstag hatten die Anleger nach der neuen Dax-Bestmarke bei 12 951 Punkten Kasse gemacht, was sich am Mittwoch fortsetzte. Der Anlass dafür waren Befürchtungen, wonach die schwachen Ölpreise auf eine sinkende Nachfrage nach dem Schmierstoff der Weltwirtschaft hindeuten und damit womöglich einen Abschwung der Wirtschaft in Aussicht stellen könnten, schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Die Aktien von Dax-Spitzenreiter Commerzbank schafften ein Plus von 2,15 Prozent. Sie litten unter Anzeichen einer weiterhin schwächelnden Inflation.

Bei Thyssenkrupp drängten derweil die positiven Nachwirkungen eines Rüstungsauftrags die Probleme im Anlagenbau in den Hintergrund. Für die jüngst ebenfalls stark gelaufenen Aktien des Konkurrenten RWE ging es indes um rund 1,5 Prozent bergab. Sie behaupteten damit den Spitzenplatz im Dax.

Die Papiere von Evotec gewannen als bester Wert im TecDax gut 4 Prozent. Der Bund-Future gewann 0,25 Prozent auf 165,00 Punkte. Ein Börsianer verwies auf die Freigabe von Rüstungsprojekten in Milliardenhöhe durch den Bundestag. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Kursrückgang von 0,29 Prozent auf 3544,11 Punkte zu Buche. Auch der Pariser Leitindex CAC 40 und der britische FTSE 100 schlossen leicht im Minus. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hingegen bewegte sich zum Handelsschluss in Europa kaum vom Fleck.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,09 Prozent am Vortag auf 0,10 Prozent. Der Kurs des Euro legte zu: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1169 (Mittwoch: 1,1147) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8964 (0,8929) Euro.

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