Schwere Unwetter und ein Tornado: Mindestens zwei Tote

Unwetter im Norden- Schafe erschlagen

In mindestens zwei Fällen sei "Baum auf Haus" gemeldet worden. Die Orkanböen, der heftige Regen und Hagel ließen zeitweise auch den Zugverkehr im Norden stillstehen. Der DWD berichtete, Meteorologen hätten den typischen Luftschlauch eines Wirbelsturms gesichtet, der aber nur kurz angehalten habe. Der Tornado-Beauftragte des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Andreas Friedrich, sagte, es habe sich dabei um einen schwachen und nur kurzlebigen Wirbel von wenigen Minuten mit wenig "Bodenkontakt" gehandelt.

Ein Feuerwehrmann zersägt am Donnerstag im niedersächsischen Ebstorf nach einem Unwetter einen umgestürzten Baum.

Im Kreis Harburg gab es am Mittag die größten Verwüstungen in Niedersachsen, nach ersten Erkenntnissen aber keine Verletzten. "Das war ein Tornado-Ereignis", sagte Feuerwehrsprecher Matthias Köhlbrandt. In zahlreichen Gemeinden und Städten liefen Keller voll, Bäume knickten um und Dächer wurden abgedeckt. "Die Spuren sprechen ein deutliches Bild hier". "Die Feuerwehren sind im Großeinsatz", sagte Richter. Die Helfer seien zu 250 Einsätzen ausgerückt. Der DWD konnte das zunächst nicht bestätigen, er sprach von einer großflächigen Gewitterzelle in dem Ort.

Durch das Unwetter in Norddeutschland ging für viele Bahnreisende nichts mehr: Umgestürzte Bäume legten beinahe alle ICE-Strecken im Norden lahm.

Glück hatten Zehntausende Besucher des Rockfestivals "Hurricane" in Scheeßel zwischen Hamburg und Bremen. Zwar mussten sie sich aufgrund des Unwetters kurzzeitig in ihre Autos flüchten, am Nachmittag durften sie jedoch wieder aufs Festivalgelände. Der Veranstalter bat anreisende Gäste, möglichst erst am Freitag zu kommen. "Damit wir eine problemlose An- und Abreise ermöglichen können, möchten wir alle Besucher, die Ihre Anreise noch nicht angetreten haben, inständig darum bitten, auf eine Anreise am Freitag auszuweichen", schrieb der Veranstalter am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite.

Osnabrück. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Unwetter in Niedersachsen.

Und auch auf Autobahnen gab es Probleme: Auf der A7 zwischen Hamburg und Hannover warnte die Verkehrsmanagementzentrale vor Gefahr durch umgestürzte Bäume. Am Bremer Hauptbahnhof strandeten nach Angaben der Feuerwehr rund 600 Reisende, darunter vier Schulklassen aus Hamburg. Zwischen Rade und Hollenstedt fiel ein Baum auf den Standstreifen. Die Bahnstrecken zwischen Hamburg-Hannover und Hamburg-Bremen blieben gesperrt, weil an mehreren Abschnitten entwurzelte Bäume die Gleise blockierten oder Oberleitungen beschädigt waren. Betroffen seien die Linien von Uelzen, Bremen und Cuxhaven nach Hamburg. Im Hinblick auf das "Hurricane" sagte er: Natürlich könne ein Unwetter im Freien sehr gefährlich sein - etwa wenn Blitze einschlügen, große Hagelkörner herunter kämen oder Panik wegen eines solchen Wetterereignisses ausbreche.

Ein schweres Unwetter hat heute mit orkanartigen Sturmböen, Gewittern, Hagel und einem Tornado über dem Norden und Osten Deutschlands gewütet.

Eine umgestürzte Kastanie liegt in Hamburg-Lohbrügge nach einem starken Unwetter über der Straße und begräbt ein parkendes Auto unter sich.

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